Technik erweitert Spektrum

Klinikum Neuer Operationssaal ist mit vielen Monitoren ausgestattet

Seit wenigen Tagen steht im Rudolf-Virchow-Klinikum in Glauchau ein neuer Hybrid-Operationssaal zur Verfügung. Als Kombination eines konventionellen Operationssaals mit moderner bildgebender Technologie in Form von Angiografie und Röntgen wird der Bereich vor allem in den Bereichen Gefäß- und Unfallchirurgie genutzt. Die somit möglichen minimal-invasiven Eingriffe bieten Patienten im Rudolf Virchow Klinikum Glauchau die höchste Versorgungsqualität.

Schon der Blick in den Hybrid-OP verdeutlicht, dass es sich nicht um einen konservativen Operationssaal handelt. Neben einem scheinbar normalen OP-Tisch findet sich ein Angiografiegerät in C-Form. Zudem fallen die vielen großen und kleinen Monitore auf. Auf diesen kann sich der Arzt während der Operation in Echtzeit hochauflösend und millimetergenau das Innere des Gefäßsystems des Patienten anschauen. Farbige 3D-Modelle der betroffenen Körperregionen können wahlweise mit vorhanden Röntgen- und Angiografieergebnissen kombiniert werden.

Sowohl Planung als Ablauf der OP werden mittels der Technik leichter und effizienter. Falls sich während eines Eingriffs herausstellt, dass ein anderes Vorgehen zu einem besseren Ergebnis führen könnte, kann ohne zusätzliche Wartezeiten oder Wege das Herangehen geändert und auf die neue Situation reagiert werden. "Die neue, zukunftsorientierte Technologie kommt in erster Linie der verbesserten Behandlung unserer Patienten zu Gute", sagt Christian Bill, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie. Der Hybrid-Operationssaal ist der letzte Teil einer großen Umbaumaßnahme am Klinikum. Innerhalb der Bauzeit von 20 Monaten wurden rund 3,8 Millionen Euro in den Bereich gesteckt.