"Teddys Welt" in Mittweida

Schau Limbacherin Bärbel Straube zeigt ihre tolle Bärenausstellung

Wieder einmal eine tolle Weihnachtsausstellung ist auf dem Dachboden des Museums "Alte Pfarrhäuser", Kirchberg 3, zu sehen: Die 65-jährige Bärbel Straube aus Limbach-Oberfrohna entführt dabei die Besucher in eine ganz eigene - in "Teddys Welt". Seit 1991 ist die Sammlerin auf dem Plüschbären-Trip. "Vorher hatte ich begonnen Puppen zu sammeln. Das war mir aber zu unkreativ", so Straube zu den Anfängen ihrer Teddy-Manie. Ihren ersten Teddy nähte die Limbacherin 1991, nachdem sie durch Zufall an einen Bärenschnitt gekommen war.

"Nach dem ersten Schnittmuster fertigte ich noch 15 Bären, die ich alle an Freunde verschenkt habe. Da das Bären herstellen aber Suchtpotenzial enthält, kam ich davon nicht wieder los", so die Bärenmacherin. "Mir gefällt vor allem die Vielfalt, mit der man Bären fertigen kann." So experimentierte die Teddy-Infizierte nicht nur mit verschiedenen Größen, sondern auch mit Materialien, unterschiedlichen Gesichtsausdrücken, und verschiedenen Einbauten, wie Brummstimme oder Spielwerken. Inzwischen hat Bärbel Straube rund 300 Teddys selbst hergestellt. Aber damit noch nicht genug: Sie sammelt auch noch Teddys. Ebenfalls noch einmal rund 300 an der Zahl. Deshalb sind die Straubes auch oft auf Flohmärkten in der Region zu finden. "Aber langsam wird's eng", so Ehemann Andreas zum Platzbedarf der Teddys. Andreas kümmert sich sozusagen um das Teddy-Accessoires. Da werden alte Kinderwagen aufgearbeitet oder ein neues Teddy-Blockhaus gebaut. "Ich möchte nicht immer das Gleiche ausstellen", so Bärbel Straube. Deshalb hat sie mit ihrem Andreas auch mehrere Tage gebraucht, um die Teddy-Ausstellung so aufzubauen, wie sie jetzt zu sehen ist. Und das hat sich gelohnt, denn dem Betrachter werden eine Vielzahl von Szenen geboten, die die Ausstellung abwechslungsreich machen. So driftet beispielsweise eine Teddy-Familie im Iglu auf einer Eisscholle, und Bärchen-Kinder erhalten Unterricht.

"Viele meiner Teddys habe ich verschenkt, aber keinen einzigen verkauft", so die Bärenmacherin, "was ich auch nicht möchte, denn ich liebe es, alle zu besitzen. Auch wenn der Platz inzwischen knapp wird. Aus gesundheitlichen Gründen kann ich heute leider nur noch selten einen Teddy nähen". Geöffnet ist das Museum dienstags bis sonntags von 10 bis 16 Uhr. Schießtage sind der 31. Dezember sowie der 1. Januar 2016. Zu sehen ist "Bärbels Bärenbande" noch bis 21. Februar 2016.