Terra Mineralia ehrt Stifterin mit Gedenktafel

Enthüllung Erika Pohl-Ströher machte die Ausstellung durch ihre Mineralsammlung möglich

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Sven Krüger, Klaus-Dieter Barbknecht, Betram Pohl und Georg Unland enthüllen die Gedenktafel für Erika Pohl-Ströher. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Am letzten Montagnachmittag war es gerade einmal zwei Stunden her, dass Professor Georg Unland, früherer Rektor der TU Bergakademie Freiberg, sein Amt als sächsischer Finanzminister an seinen Nachfolger übergeben hatte. Nun stand er gelöst und erwartungsvoll gemeinsam mit Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger und Klaus-Dieter Barbknecht, aktueller Rektor der Ressourcenuniversität, im Hof von Schloss Freudenstein, umringt von zahlreichen Mitgliedern des Freiberger Stadtrates.

Der Grund dafür war ein sehr angenehmer, denn genau ein Jahr nach ihrem Tod wurde der bedeutenden Sammlerin und Stifterin Erika Pohl-Ströher eine Gedenktafel im Eingangsbereich der Terra Mineralia gewidmet. Ohne Frau Pohl-Ströher, so betonte Sven Krüger, sei diese Ausstellung, welche 2018 zehn Jahre alt wird und mittlerweile Weltruhm genießt, undenkbar. Denn sie übergab einst ihre wertvolle und umfangreiche Mineraliensammlung an die TU Bergakademie.

Die Frage nach dem Standort

Damals ein Hauptproblem war die Frage, wo diese denn ausgestellt werden solle. "Da gab es die Idee, den Messeplatz dafür zu nutzen", erzählt Georg Unland. Daraus wurde glücklicherweise nichts. Das damals noch sehr baufällige Schloss Freudenstein geriet schnell in den Fokus und es wurde der Entschluss gefasst, dass man, wenn man es macht, es auch gleich richtig macht. Der Rest ist unvergängliche Stadtgeschichte geworden.

Als Erika Pohl-Ströher am 18. Dezember 2016 im Alter von 97 Jahren starb, waren sich Universität und Stadt schnell einig, dass man an sie in Form einer Gedenktafel erinnern sollte. Zur Einweihung waren in dieser Woche auch der Sohn Bertram Pohl und seine Frau Martine angereist. Beide freuten sich sehr über die Ehrung. "Obwohl wir eher Wert darauf legen, etwas zu tun, als gewürdigt zu werden", sprach Bertram Pohl im Namen seiner Familie.



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