Terror-Gefahr? Betonpfeiler für das Bergstadtfest

Konzept Freiberg bereitet sich auf das Volksfest vor

terror-gefahr-betonpfeiler-fuer-das-bergstadtfest
Foto: Harry Härtel

Freiberg. Deutlich familiärer und mit einem hohen Sicherheitsaufwand wird sich das 32. Bergstadtfest in Freiberg vom 22. bis 25. Juni präsentieren. Die ersten Konzepte dazu wurden durch Oberbürgermeister Sven Krüger, Anja Fiedler, Leiterin des Amtes Kultur-Stadt-Marketing, und David Bojack, Leiter Sachgebiet Events und Märkte, vorgestellt.

Rein optisch hat der Wegfall des Messeplatzes als der Ort, auf dem sich stets der Rummel befand, die größten Auswirkungen. Die Organisatoren sahen das aber als eine Chance, Verbesserungen zu schaffen. So wird die Familienwelt, bislang auf dem Petriplatz beheimatet, um die Petersstraße erweitert, wo Fahr- und Spaßgeschäfte für Kinder aufgebaut werden.

Sperrungen geplant

Der Teil des Rummels für die Größeren wird auf dem Parkplatz Eherne Schlange zu finden sein. Um eine Einheit der einzelnen Teile des größten Volksfestes in Mittelsachsen zu erreichen, wird für die vier Tage die B173 zwischen Donatstor und Kornhaus gesperrt. Ein Flanieren zwischen Rummel und Obermarkt ist also gefahrlos möglich.

Eventuellen Risiken widmet sich auch das erweiterte Sicherheitskonzept. "Dieses fußt auf unseren Erfahrungen aus den letzten Jahren und dem, was im Dezember in Berlin geschah", erläutert David Bojack. "Es wird neben einer neuen Polizeiordnung auch diverse Sperrungen geben." So werden Betonpolder aufgebaut, die das gewaltsame Eindringen eines LKW unmöglich machen.

Ausweis für Kinder

Besonders wichtig sind aber die vier neuen Sicherheitspunkte, die an markanten Punkten der Altstadt zu finden sein werden. Zudem gibt es einen kostenfreien Kinderausweis, auf dem Kontaktdaten vermerkt werden für den Fall, dass ein Kind in der Menge einmal verloren geht.

"Das Sicherheitskonzept hat mehrere Aspekte, nicht allein die Sorge vor terroristischen Aktionen", so Sven Krüger. "Dazu gehören auch Naturgewalten und technisches Versagen." Man sehe sich gegen solche Möglichkeiten gut gewappnet.

"Wir werden alles, was in unserer Macht steht, tun, damit jeder Gast in Ruhe und friedlich das Bergstadtfest genießen kann", versprach das Stadtoberhaupt. Was sich kulturell tun soll und was neu ist, dazu mehr in unserer nächsten Ausgabe.