Testlauf unter realen Bedingungen

Katastrophenschutz Versorgung von über 100 Verletzten auf dem Prüfstand

testlauf-unter-realen-bedingungen
Abtransport eines Verletzten. Foto: Andrea Funke

Mittweida. Ein positives Fazit zieht die Landkreisverwaltung über die am Samstag durchgeführte Katastrophenschutzübung in Mittweida. Geübt wurden der Umgang mit einer Vielzahl von Verletzten, deren Verteilung sowie die Behandlung in den Krankenhäusern in Mittelsachsen.

"Es war eine große Herausforderung für Rettungsdienst und Notaufnahmen", erklärt Jana Lützner, die zuständige Referatsleiterin im Landratsamt, die seit Jahresbeginn die Übung vorbereitet hat. Es beteiligten sich die Kliniken in Leisnig, Döbeln, Mittweida, Hartmannsdorf und Freiberg. Unterstützt wurde der Test durch mehrere Hilfsorganisationen. Hierzu zählen die Kreisverbände des Deutschen Roten Kreuzes Döbeln-Hainichen, Freiberg und Rochlitz sowie die Johanniter aus Leisnig und die Malteser aus der Rettungswache Burgstädt. Angenommen wurde eine Gasexplosion mit rund 110 Verletzten im Stadtgebiet Mittweida, neben Leichtverletzten gab es zwölf Schwerstverletzte und 34 Schwerverletzte.

Training unter verschärften Bedingungen

Diese wurden seit den frühen Morgenstunden geschminkt und instruiert über ihre Verletzungen, sodass sie sich realistisch verhalten konnten. "Auch wenn jeder wusste, dass es eine Übung war, wurde mit Hochdruck in den Krankenhäusern gearbeitet und die Patienten behandelt. Es war eine große Leistung der Ärzte und Pfleger", sagte anerkennend Landrat Matthias Damm.

"Das Szenario des Landkreises war eine große Chance, unter verschärften Bedingungen zu trainieren. Wir wollten sehen, wie die Arbeit in der Notaufnahme und Überleitung in die einzelnen Behandlungsteams insbesondere an den Schnittstellen Ambulanz, OP und Radiologie klappt", berichtet René Schwarz, ärtztlicher Direktor der Helios Klinik Leisnig.