Themenabend der Freiberger CDU

Asyl Wahre Herausforderungen kommen erst

Christian Hartmann ist als innen- und kommunalpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Sächsischen Landtag kein heuriger Hase, wenn es um das Thema Asyl und Zuwanderung geht, noch dazu er in seinem Leben vor der großen Politik Dienst bei der Polizei tat. Es war eine gute Idee von seinem Fraktionskollegen aus Mittelsachsen, Steve Johannes Ittershagen, den Dresdner Abgeordneten nach Freiberg zu holen, damit er dort vor über 130 Interessierten, unter ihnen Landrat Matthias Damm und Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger, zur aktuellen Situation Auskunft geben konnte.

"Ich nenne Fakten und biete Lösungsansätze", sagte er gleich zu Beginn. "Die Gesellschaft muss die Diskussion führen, wie viel Zuwanderung und Integration überhaupt möglich ist." Von so manchen Entscheidungen in Berlin grenzte er sich ab, forderte dringend die Verkürzung der Asylverfahren und eine deutliche Verstärkung der Sicherheitskräfte. Auch Transitzonen, selbst auf die Gefahr hin, dass es dabei zu unschönen Bildern kommt, seien nötig. Hartmann stimmte die Zuhörer allerdings auch darauf ein, dass der Zenit der Krise noch nicht erreicht sei. Die wahren Herausforderungen kämen jetzt erst auf Deutschland und Sachsen zu. Das Publikum dankte ihm mit Applaus für seine Ausführungen und Klarstellungen.

Es sei gut, wenn hier auch über Fehler, welche gemacht wurden, geredet werde, sagte dazu Steve Johannes Ittershagen. In Rede und Diskussion machte der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Holger Reuter seine persönliche Kritik an der Kanzlerin fest. Sie habe scheinbar den Bezug zur Realität verloren, meinte er. "Ein Weiter so ist nicht der Weg, die Krise zu bewältigen", so Reuter. "Die Bürger wollen mehr hören als 'Wir schaffen das'." Dafür gab es Zustimmung, aber auch einzelnen Widerspruch.