Tierheim braucht Helfer auf Zeit

Situation Kein Bufdi ab August im Münzbachtal

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Thomas Weigel und Cäcilia Kempe mit vierbeinigen Bewohnern des Tierheims Freiberg. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Allmählich wird die Situation schwierig für das Tierheim "Albert Schweitzer" im Freiberger Münzbachtal. Nicht, dass den Mitarbeitern die Tiere über den Kopf wachsen würden, aber all die Katzen, Hunde, Vögel und Nagetiere, die hier aus den unterschiedlichsten, meist nicht so schönen Gründen Unterschlupf finden, müssen auch ordentlich verpflegt und beaufsichtigt werden.

Das Personal ist knapp

Die wenigen fest angestellten Mitarbeiter können das kaum stemmen, und so ist man auf die Hilfe Ehrenamtlicher angewiesen. Doch deren Einsatzmöglichkeiten sind zu unabwägbar, weshalb man gerne auf fest planbare Kräfte zurückgreifen möchte. Von denen gab es bis vor kurzem sogar zwei. Bufdis, so nennt man sie umgangssprachlich, eine Abkürzung für jemanden, der über den Bundesfreiwilligendienst 18 Monate zum Einsatz kommt. Im Falle des Tierheims werden die Bufdis über den Verein "Grüne Liga Sachsen" finanziert, eine große Erleichterung für die Kasse des Tierschutzvereins.

"Ein Bufdi ist aber im März mit seiner Zeit bei uns zu Ende gewesen und leider gegangen", erzählt Thomas Weigel vom Tierheim. "Und unser zweiter geht im August." Ab da ist dann wieder guter Rat teuer. Cäcilia Kempe leistet hier gerne diesen Dienst, war früher schon ehrenamtlich dabei und kennt die Tiere gut. "Es ist schade, wenn es vorbei ist", bedauert sie.

Helfer können sich melden

Ob als Bufdi oder für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr, wer diese Zeit im Freiberger Tierheim ableisten möchte, der soll sich dort telefonisch unter 03731/23670 anmelden und einen Gesprächstermin vereinbaren. "Diese praktische Zeit empfiehlt sich vor allem für Leute, die später Tierpfleger oder Tierarzthelfer werden möchten", schlägt Thomas Weigel vor. Nicht nur er, sondern auch die vielen Tiere würde sich über diese Hilfe freuen.