Tiertransport-Kontrollen brachten einiges zu Tage

Blaulicht Viele LKWs überladen

Lichtenau. 

Lichtenau. Am Montag zogen Polizisten einen mit Schweinen beladenen LKW aus dem Verkehr. Wie sich herausstellte, war dieser überladen. Es befanden sich rund 30 Tiere zu viel auf der engen Ladefläche. Ebenfalls aufgefallen war ein Sattelzug auf dem Weg nach Polen, der Transportboxen mit Hühnern geladen hatte. Ordnungswidirg war nicht nur, dass etwa 1 100 Hühner zu viel transportiert wurden, sondern den Tieren auch deutlich zu wenig Platz in den einzelnen Boxen zur Verfügung stand.

Am Dienstag rückte erneut ein Geflügel-Transport auf dem Weg nach Polen ins Visier der Kontrolleure. Auch diesmal stellten die Beamten fest, dass sich zu viele Hühner in zu engen Transportboxen befanden. Der Sattelzug hätte somit aufgrund von rund 1.100 zu viel geladenen Tieren gar nicht losfahren dürfen. Eine Überladung von mehr als sechs Tonnen in Form von 180 Ferkeln stellten die Polizisten wenig später fest. Sie untersagtem dem Fahrer des Sattelzuges an der Kontrollstelle die Weiterfahrt, sodass dieser von seinem Unternehmer einen zweiten LKW anfordern musste.

Im Gewerbegebiet wurden die rund 180 Ferkel schließlich umgeladen, bevor beide Tiertransporte vorschriftskonform weiterfahren durften. Beanzeigen mussten die Beamten auch den Fahrer eines mit Ferkeln beladenen Sattelzuges, der auf dem Weg nach Rumänien war. Denn er hatte 60 Ferkel zu viel auf der Ladefläche, wodurch allen Tieren deutlich zu wenig Platz zur Verfügung stand. Auch die Kontrolle eines mit 21 Kühen beladenen Lkw blieb nicht ohne Beanstandungen. Zwei transportierte Kühe waren aufgrund offensichtlicher gesundheitlicher Mängel nicht mehr in der Lage, aufzustehen.

Zu bilanzieren ist nach der zweitägigen Kontrolle, dass die Kontrolleure insgesamt 17 Ordnungswidrigkeiten wegen Verstößen gegen die Tierschutztransportverordnung und die Viehverkehrsverordnung erstattet haben. Hinzu kamen in Summe 36 geahndete sonstige Verstöße wie zum Beispiel gegen das Fahrpersonalgesetz, aufgrund von festgestellten Überladungen, Geschwindigkeitsüberschreitungen sowie nicht angelegten Sicherheitsgurten bei den Fahrern.