Tolle Klang-Vielfalt begeistert die Zuhörer

Neu Wiedereinweihung der Orgel in der Stadtkirche Mittweida erlebt riesige Resonanz

Mittweida. 

Mittweida. Festlich wieder eingeweiht wurde kürzlich die Ladegast-Jehmlich-Orgel in der evangelisch-lutherischen Kirche "Unser lieben Frauen" in Mittweida. Dabei konnten die zahlreichen Zuhörer beim Festkonzert eine völlig neue Klang-Dimension der mit über 5.100 Pfeifen, drei Manualen und 72 Registern größten Orgel im Landkreis Mittelsachsen erleben: "Die Wiedereinweihung setzte einen gewissen Schlusspunkt unter die seit 2004 laufenden Bestrebungen von Kirchgemeinde und Orgelverein zur schrittweisen Sanierung unserer großen Stadtkirchenorgel", sagte Orgelvereins-Chef Professor Christian Schulz.

Anlässlich der Wiedereinweihung hatten die Brüder Markus und Pascal Kaufmann extra eine "Symphony Romantique" mit Orchesterstücken von Liszt, Tschaikowsky, Khachaturian, Duruflé und Dvorák für vier Hände und Füße bearbeitet. Dabei umgarnte die tolle Klang-Vielfalt der Orgel mit sehr zarten bis hin zu vollen, prächtigen Tönen in beeindruckender Weise die Ohren der Anwesenden. Angeboten wurde auch ein Buch von einem Autoren-Kollektiv über die Historie dieser einzigartigen Orgel.

Dank an alle Unterstützer

Das Interesse daran war so groß, dass die erste Auflage bereits vergriffen ist, ein Nachdruck soll aber ab dem 2. Advent erhältlich sein. Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle an alle Firmen und Institutionen, die an dieser Generalsanierung und -reinigung beteiligt waren sowie an die über 30 Helfer, die etwa 750 Stunden in ehrenamtlicher Arbeit geleistet haben. Namentlich erwähnt seien hier die Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann (CDU) sowie Landrat Matthias Damm (CDU), der das Projekt auch persönlich vielfältig unterstützte.

Seit 2004 wurden etwa 260.000 Euro für die Orgel ausgegeben, davon 180.000 Euro für die Generalsanierung 2017/18. Die Orgel wurde 1887 von Friedrich Ladegast erbaut und 1931 vom Jehmlich Orgelbau Dresden umgebaut und erweitert. Wer bei der Wiedereinweihung nicht dabei sein konnte, sollte sich trotzdem einmal Zeit nehmen, dieses wunderbare Instrument live zu erleben, sei es bei Gottesdiensten oder Konzerten: Es lohnt sich.