Tourismus auf die sanfte Art

Umfrage BLICK hörte sich bei Entscheidern zur Zukunft des Kriebsteiner Stausees um

Stephan Möbius,

Hotelier und Gastronom

Meiner Ansicht nach sollte man eher auf den sanften Tourismus für die Generation über 50 Jahre und Familien mit Kindern setzen. Zudem wünsche ich mir einen funktionierenden Rundwanderweg mit verschiedenen touristischen Zielen, die wirtschaftlich betrieben werden und für die Gäste bezahlbar sind. Damit das gelingt, müssten neben Privatinvestoren auch Kommunen einbezogen werden. So könnten mit möglichst geringen Mitteln durchaus kleinere Erfolgserlebnisse geschaffen werden.

Thomas Waldheim,

Talsperrenzweckverband

Das Bürgerforum ist aus mehreren Gründen wichtig. Einerseits kommen wir mit den Menschen, die hier leben und etwas bewegen wollen, direkt in Kontakt. Andererseits wird damit der enorme Handlungsbedarf, der ringsum die Talsperre existiert, in die Öffentlichkeit getragen. Ich wünsche mir, dass durch die Diskussion zukünftig noch mehr Mitstreiter und kommunale Vertreter zum Mitdenken animiert und aktiviert werden. Es wird sicherlich nicht das letzte Forum gewesen sein.

Bernd Wippert,

Verwalter der Burg Kriebstein

Um unseren zahlenden Gästen etwas bieten zu können, muss die Infrastruktur dringend verbessert werden. Das betrifft den Ausbau des Burgbergs inklusive eines Fußweges und die Schaffung von Parkmöglichkeiten für Großveranstaltungen. Momentan sind wir da in keiner glücklichen Lage. Zudem bin ich der Meinung, dass Freizeitangebote auf der Talsperre sowie die Erholung in der Natur in Kombination zu kulturellen Angeboten eine primäre Basis des Naherholungsgebiet darstellen

Doreen Nitzschke,

Jugendherberge Falkenhain

Ein sanfter Tourismus, bei dem sich die Besucher mitten in der Natur wohlfühlen, und vor allem die Schaffung von offiziellen Bademöglichkeiten an der Talsperre sollten auch zukünftig oberstes Ziel sein. Allerdings gilt es auch über neue Attraktionen nachzudenken, die für Gäste wetterunabhängig und nicht gänzlich auf den Tagestourismus ausgerichtet sind. Ich denke hier zum Beispiel an sportliche Indoor-Möglichkeiten in der Umgebung als sinnvolle Alternative für unsere Urlauber.

Christoph Merker,

Bürgermeister von Kriebstein

Es gibt viele Ideen, wie das Areal rund um die Talsperre künftig noch attraktiver werden könnte. Entscheidend aber ist, dass wir für die Umsetzung der Projekte Geld beschaffen müssen. Die Investitionen können gegenwärtig nicht alleine gestemmt werden. Meiner Meinung nach sollte die Talsperrenregion für die Urlauber naturbelassen bleiben, allerdings an manchen Stellen auch ordentlicher werden. Außerdem bin ich dafür, dass die Touristen zukünftig wieder die Staumauer betreten dürfen. rh