Touristinfo bekommt ein modernes Antlitz

Kreativität Das Team von "N.4" gestaltet Museen und Kitas genauso wie ein Buch für die Volkskunstschule

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Diplom-Designerin Barbara Graupner hat Benjamin, Rolf Büttner, Lydia und Marie (v.l.) erklärt, wie sie das Buch mit denen von ihnen geführten Interviews gestalten wird. Foto: Ulli Schubert

Falkenau. Eigentlich war ja das Projekt für Lydia Galle, Marie Müller und Benjamin Glöß längst zu Ende. Aber Rolf Büttner, Leiter der Volkskunstschule Oederan, und Barbara Graupner, die gemeinsam mit ihrem Mann Mario das "Atelier N.4" führt, hatten kurzfristig noch eine Fortsetzung angehängt.

Die jungen Leute hatten im Herbst Interviews mit ehemaligen und aktuellen Teilnehmern an Kursen der VKS geführt, die als Buch erscheinen sollen. Wie dieses aufgebaut ist, welches Papier und welche Einband gewählt wurde, Fragen des Layouts und so manche technische Kniffe mehr erfuhren sie vor einer Woche bei einem Besuch in Falkenau, wo das siebenköpfige Team von "N.4" seit gut zwei Jahren seinen Sitz hat.

Dass gerade Barbara Graupner das Buch gestaltet, ist kein Zufall, sie besuchte einst selbst die Volkskunstschule. Es waren Jahre, die ihren Lebensweg entscheidend mitprägten. Hier entstand ihre Bewerbungsmappe für die Fachschule für Angewandte Kunst Schneeberg, deren Besuch sie als Diplom-Designerin abschloss. "Die Arbeit an diesem Buch macht mir richtig viel Spaß. Es ist auch eine Reise in die Vergangenheit."

Im Atelier sind einige ihrer künstlerischen Arbeiten zu sehen, aber sie und ihr Team sind beruflich vor allem in der Innenarchitektur und der Architektur sowie der Ausstellungsgestaltung unterwegs, entwickeln Design-, Farb- und Kommunikationskonzepte für Arztpraxen über Museen bis hin zu Verkaufsräumen.

Bibliothek, Saal und Foyer in der Alten Baumwolle in Flöha und die Manufaktur der Träume in Annaberg-Buchholz sind nur zwei Beispiele. "In Annaberg war ich zwei Jahre Art Direktor, als das Haus entstand. Es war eine super Arbeit", so Barbara Graupner. Derzeit gestaltet das "Atelier N.4" die Touristinformation in Freiberg komplett neu. Die beiden Empfangsbereiche sind in Schwarz beziehungsweise in Weiß gehalten und werden, passend zur Silberstadt, aus mit Mineralwerkstoff überzogenen Elementen gestaltet. Eine Herausforderung wird das für die Firma, die demnächst den Auftrag dafür erhalten wird, ist sich Barbara Graupner sicher. So wie es für sie und ihr Team eine Herausforderung, aber auch eine tolle Aufgabe war, ein neues Gestaltungskonzept für das Stadt- und Bergbaumuseum in Freiberg zu entwickeln. Eine Jury wird am 25. Januar darüber befinden, welches der beteiligten Büros sein Konzept verwirklichen darf.