Tradition Weihnachtsmann ist noch jung

Der christliche Brauch, sich am Heilig Abend mit kleinen Gaben zu beschenken, ist mehr als 400 Jahre alt. Zuvor war es nur üblich, zum Nikolaustag den Kindern kleine Geschenke zu übergeben. Da die evangelische Kirche keine Heilgenverehrung kennt, wurde zu Lebzeiten von Martin Luther die bis dahin übliche Bescherung zum Nikolaustag auf Heilig Abend gelegt. Evangelischer Gabenbringer war nun nicht mehr St. Nikolaus, sondern der Heilige Christ, wie Luther das Jesuskind nannte. Daraus wurde schließlich das Christkind.

Der Weihnachtsmann - wie wir ihn kennen - ist noch relativ jung. Meist kam der Nikolaus oder das Christkind in Begleitung von Knecht Ruprecht. Nach 1800 wandelte sich Knecht Ruprecht allmählich zum Weihnachtsmann. Allerdings gab es zunächst kein einheitliches Erscheinungsbild. Erst 1931 nahm der Weihnachtsmann das heutige Aussehen an.