Am Sonntag, 6. April, wird von 13 bis 17 Uhr der ehemalige Dreiseitenhof in Gahlenz - das heutige Dorfmuseum - wieder mit Leben erfüllt. Die Mitglieder des Gahlenzer Heimatvereins demonstrieren hier traditionelle Winterarbeiten, die einst das Leben auf einem Bauernhof bestimmten. Was taten die Bauern vergangener Jahrhunderte, wenn der Winter über dem Land lag?
Wenn es die harte Witterung nicht zuließ, die Felder zu bewirtschaften, hatten die Bauern trotzdem viel zu tun. "Es gibt bestimmt eine Vielzahl von Arbeiten, die heute vielleicht nur noch die Großeltern oder Urgroßelteren erklären können. Wir wollen mit unseren Aktionen dafür sorgen, dass nicht alles in Vergessenheit gerät und ein Stück Heimattradition bewahren", sagt Museumschefin Beate Mühl. Und sie betont, dass es nicht darum gehe, die Idylle des Landlebens zu zeigen, sondern die schwere Arbeit der Bauern.
Besucher können verschiedene Winterarbeiten zuschauen
Die Besucher der Winterarbeiten können beim Dreschen des Getreides, Besen binden, dem Herstellen von Holzschindeln, beim Seilern oder Körbe flechten zuschauen. Außerdem zeigen die Frauen in der guten Stube des Museums das Schleißen von Federn und es wird Wäsche geflickt. In der Küche gibt es zahlreiche Informationen zum Konservieren und Haltbarmachen von Obst, Gemüse und Kräutern. Denn einst ernährten die Früchte der Felder und des Gartens die Bauernfamilien. Damit sie gut über en Winter kommen, wurden Vorräte angelegt.
An diesem aktionsreichen Nachmittag wird selbstverständlich mit Kaffee und selbst gebackenem Kuchen, sowie frischem Brot aus dem Holzbackofen für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt. Außerdem wird einen Gemüse- und Pflanzenstand geben und die Kinder für das Osterfest basteln.
Museumsrundgang im Eintrittspreis enthalten
Im Eintrittspreis zu den Winterarbeiten ist der Museumsrundgang mit dabei. In einer kleinen Sonderschau, unter dem Motto "Den Holzwürmern auf der Spur" stellen Marcel Oehme und Dieter Störr ihre großen und kleinen Skulpturen und Figuren vor.
Parkplätze für die Veranstaltungen sind im Ort vorhanden und ausgeschildert.
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