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Trauer um Renè Gränz

Gedenken Sächsische Genealogen verlieren ein wichtiges Mitglied

Die sächsischen Genealogen, vor allem aber auch die Heimat- und Familienforscher, die sich regelmäßig zum Stammtisch im Limbacher Lay-Haus getroffen haben, sind in diesen Tagen tief bestürzt: Nach kurzer Erkrankung ist völlig überraschend Renè Gränz am 16. Juli verstorben. Der Dresdener war regelmäßig in der Stadt, um gemeinsam mit Christian Kirchner interessante Vorträge anzubieten und bedeutsame Persönlichkeiten vorzustellen. "Wir Genealogen umgeben uns täglich mit toten Menschen, die mit ihrer Erforschung Zeit hätten - so wird es uns von Außenstehenden oft gesagt", so der Limbacher Archivar. "Gleichzeitig ist der eigene Tod immer weit weg. Wir horten und sammeln, knüpfen Kontakte und bauen Netzwerke, arbeiten für viele oder alleine - aber unsere Aufgabe macht uns glücklich, auch wenn man manchmal denkt, darüber zu verzweifeln." Und verzweifelt war Kirchner gewiss so manches Mal, wenn er seit Mitte des Monats über das Fortbestehen des Limbacher Genealogenstammtisches nachdachte. "Fast zehn Jahre haben wir an verschiedenen Projekten gemeinsam gearbeitet, Renè stand immer für genealogische Fragen zur Verfügung. Er war auch streitbar, wenn er andere Vorstellungen hatte - aber nie war ihm ein Projekt zu schwierig, nie unerreichbar, so etwas spornte ihn nur an." Kirchner betonte, dass die sächsische Heimat- und Familienforschung nicht nur ein "wichtiges Zahnrad im Getriebe" verloren hat: Laut dem Archivar war der 47-jährige Gränz ein "zentrales Steuerrad". Er hofft nun, dass alle Projekte, auch die Stammtische in Annaberg und Dresden, weiter bestehen können. Gränz war zudem Mitglied in der Leipziger Genealogischen Gesellschaft, dem Verein für Computer-Genealogie sowie der AG Genealogie Thüringen.



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