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Tropfen auf den heißen Stein

Ausbildung Junge Vietnamesen wollen in Freiberg lernen

Freiberg. 

Rund 700 Lehrstellen sind laut Arbeitsagentur in Mittelsachsen zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres unbesetzt. Einige wenige davon, nämlich genau 18, werden in diesem Herbst von jungen Vietnamesen besetzt. Dass dies nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist, weiß auch Berater Egbert Hebert. "Es ist mir natürlich klar, dass das weder die Probleme auf dem Arbeitsmarkt noch die der Demografie in Mittelsachsen löst, aber es ist ein Mosaiksteinchen dazu."

Le Dang Duc hat schon die ersten praktischen Stunden in einer Pflegeeinrichtung in Freiberg absolviert. Der 24-Jährige gehört zu der Gruppe der Vietnamesen, die seit Ende Mai im Fachschulzentrum Zug die deutsche Sprache erlernen und im Herbst eine Ausbildung aufnehmen wollen. Organisiert hat das zu großen Teilen der eben Egbert Hebert, dessen Frau Ngyuen Thi Lam gerade wieder in Vietnam war, denn schon im September sollen die nächsten Vietnamesen nach Freiberg kommen.

Duc, so der Vorname, der im Vietnamesischen stets an letzter Stelle steht, hat schon in seiner Heimatstadt Thanh Hoa eine Ausbildung in der Krankenpflege absolviert. Wie die anderen Vietnamesen will auch Duc über die Berufsausbildung hinaus in Deutschland bleiben. Wie genau seine Zukunft aussehen wird, weiß er allerdings noch nicht. Auch Thao, die in Vietnam das Abitur gemacht hat, will in der Pflege lernen und später arbeiten. Wie allen anderen gefällt es ihr bislang gut in Deutschland.

Egbert Hebert weiß schon, in welchen Freiberger Unternehmen die Vietnamesen ihre praktische Ausbildung absolvieren werden. Darüber sprechen will er aber erst, wenn die Verträge unterzeichnet sind. Auch um Wohnungen für die künftigen Lehrlinge sorgt sich der Berater, der von Montag bis Sonntag für seine Schützlinge ein Ansprechpartner ist.



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