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Trotz Risiko: Bobritzscher Volleyballer ergreifen die Initiative

Projekt Neuer Volleyballplatz auf Freibadgelände

Oberbobritzsch. 

Oberbobritzsch. Das deutsche Recht bietet viele Möglichkeiten. Eine davon ist, dass bis ins Kleinste untersucht werden muss, inwieweit die Umwelt durch Bauprojekte geschädigt werden könnte. Entsprechende Klagen können so manches Vorhaben ziemlich in die Länge ziehen. Diejenigen, die schon lange eine Umgehungsstraße für Freiberg wollen, wissen genau, was das bedeutet. Aber auch in Oberbobritzsch gibt es nun einen solchen Fall.

Nägel mit Köpfen gemacht

Dort, wo nahe dem Gemeindewald seit Jahrzehnten ein Freibad zu finden ist, soll es eigentlich seit geraumer Zeit ein Regenrückhaltebecken geben, um Auswirkungen von Hochwassern wie 2002 und 2013 zu minimieren. Besagte Klagen verhindern einen solchen Bau, weshalb das Bad, das längst Geschichte hätte sein sollen, noch immer existiert. Die Volleyballer des Bobritzscher SV haben nun einfach mal Nägel mit Köpfen gemacht und auf das Risiko gepfiffen. Sie errichteten in kürzester Zeit und vor allem in vollständiger Eigenleistung auf dem Areal einen Beachvolleyballplatz, auf dem die Herren mittwochs und die Damen donnerstags trainieren können, im Sommer, versteht sich.

"Ganz allein wäre das nicht zu schaffen gewesen"

Alle packten mit an. "Unterstützt wurden wir von der Entsorgungsfirma Matthes, dem Landschaftsbauer André Franke, dem Fahrzeug-Service Claußnitzer und unserer Agrargenossenschaft", sagt Initiator Matthias Heinrich. "Ganz allein wäre das nicht zu schaffen gewesen." Zwar steht die Gemeinde weiterhin zum Rückhaltebecken, doch wer weiß, wann das kommt. Und so lange hat der Sport Vorrang.