TU Freiberg stellt neues Röntgenmikroskop vor

Technik Viele Möglichkeiten stehen offen

Freiberg. 

Freiberg. Das Institut für mechanische Verfahrenstechnik und Aufbereitungstechnik an der TU Bergakademie Freiberg hat in der vergangenen Woche das neue Röntgenmikroskop vorgestellt, welches künftig für die Untersuchung von Partikelproben und Filterstrukturen genutzt wird.

Am Institut für Keramik-, Glas- und Baustofftechnik kommt ebenfalls ein Röntgenmikroskop zum Einsatz, welches ebenfalls der Analyse von Proben dient. Das Gerät bei den Verfahrenstechnikern ist in der Lage, feste Proben zu durchleuchten und eine zerstörungsfreie Analyse der inneren Struktur vorzunehmen.

Bis zu 4.000 Mal durchleuchtet

Dabei entsteht nicht nur eine Projektion und Aufsicht wie bei herkömmlichen Mikroskopen, sonder man hat auch die Möglichkeit, über ein 3D-Volumen durch den Gegenstand zu scrollen und einzelne Schichten zu untersuchen. Vergleichbar ist dieses Verfahren mit der Computertomographie im Gesundheitswesen. Proben selbst in Stecknadelkopfgröße können so digital "auseinandergenommen" werden.

Mit Röntgenstrahlen wird das jeweilige Objekt durchleuchtet, und das in unterschiedlichen Winkeln bis zu 4.000 Mal. Aus einzeln entstandenen Röntgenbildern wird schließlich ein sogenannter 3D-Bilderstapel errechnet. Die zerstörungsfreie Analyse mit dem Röntgenmikroskop bietet den Vorteil, dass die Probe nach der Untersuchung schadfrei für weitere Experimente oder Projekte zur Verfügung steht. Zur Nacht der Wissenschaft und Wirtschaft am 22. Juni wird es als ein Programmpunkt vorgestellt.