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Vogtland

Turnhalle bleibt Notunterkunft

Mittweida Landrat will Asyl-Gipfeltreffen der Landkreise organisieren

Die Lothar-Otto-Sporthalle der Hochschule Mittweida wird bis auf unbestimmte Zeit als Notunterkunft fungieren. Die Hochschulleitung richtet sich derzeit darauf ein, den Hochschulsport im kommenden Semester nicht im vollen Umfang anbieten zu können. "Die Nutzungspläne werden derzeit zwischen Stadt und Hochschule ausgearbeitet. Fest steht allerdings, dass der Hochschulsport nur eingeschränkt angeboten wird", gab der Pressesprecher der Hochschule, Helmut Hammer, bekannt. Seit vier Wochen werden in der Turnhalle circa 140 Flüchtlinge notdürftig untergebracht. Die Belegung der Sporthalle wurde durch den enormen Zustrom an Asylbewerbern in den letzten Monaten notwendig, da die bisherigen zentralen Erstaufnahmeeinrichtungen in Chemnitz und Schneeberg an ihre Kapazitätsgrenze gestoßen sind. Um die gegenwärtigen Flüchtlingswelle zu lösen, schlug Landrat Matthias Damm diese Woche vor, einen lokalen Asyl-Gipfel der Landkreise ins Leben zu rufen: "Wenn man neuen Zahlen zu Flüchtlingszuweisungen immer hinterherläuft, droht anderen Teilen des öffentlichen Lebens der Stillstand. Wir müssen wieder Normalität bei der Aufnahme erreichen", sagte Damm. In der aktuellen Flüchtlingskrise fordert der Landrat nun Land und Bund auf, für Ordnung und Sicherheit zu sorgen und die Kommunen stärker zu unterstützen. Kritik zur Flüchtlingspolitik kommt auch von den Wohlfahrtsverbänden. "Wir erwarten eine schnellere, unbürokratischere Organisation. Es kann nicht sein, dass man Förderhilfen, die sofort notwendig wären, kompliziert beantragen muss und erst Monate später bewilligt bekommt", kritisierte Anne Katrin Koch vom Netzwerk Mittweida. Gemeinsam mit dem DRK kümmern sich das Netzwerk und die Hochschule derzeit um die Versorgung und Betreuung der Flüchtlinge.



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