Überraschungen hinter den Türchen

Tradition Lebendiger Adventskalender in Frankenberg mit steigender Resonanz

Es ist ja schon das Haus, dessen Anblick den Besucher in vorweihnachtliche Stimmung versetzt. Dieser fein restaurierte und sanierte Fachwerkbau mit einem Adventsstern vor der Tür und Kerzen, die in Gläsern leuchten, auch von den Fensterbänken am Gebäude gegenüber. Der Mistelzweig unter der Decke, eine Kerze in einer Mauernische. Am Montag hatte Falk-Uwe Langer die Tür zu seinem Haus in der Badergasse beim "Lebendigen Adventskalender" in Frankenberg weit geöffnet. Und die etwa 40 Gäste erwiesen sich gar als textsicherer und gut anzuhörender Chor bei dem Weihnachtslied schlechthin: "Stille Nacht".

Der Hausherr ist auch ein aktives Mitglied des Kunst- und Kulturvereins Frankenberg (KuK) und zog als solches schon einmal ein Resümee. "Wir können im Vergleich zum Vorjahr wieder eine Steigerung der Resonanz verzeichnen. Jedes Türchen wurde sozusagen überrannt. Die Frankenberger mögen offenbar diese besinnliche Art des Zusammenseins", stellt Falk-Uwe Langer fest. "Wir waren ja erstmals in Dittersbach bei Autoteile Müller zu Gast. Sogar dort waren um die 70 Besucher. Jeder Gastgeber gibt sich unwahrscheinlich viel Mühe." Im kommenden Jahr soll der Adventskalender auch in anderen Ortsteilen zu Gast sein. Und Eberhard Witzschel, auch eines der 25 KuK-Mitglieder stellte fest, dass die Erwartungen und damit die Herausforderungen gewachsen seien. Doch sollte sich beim "Lebendigen Adventskalender", kein Wettbewerb entwickeln. Genau dem adventlichen Stress will man doch entgehen.

Falk-Uwe Langer enthält sich natürlich jeder Wertung der einzelnen Veranstaltungen. Fragen wir also Annegret Fürschke, die viele der Abendveranstaltungen besucht hat. "Das macht Spaß, man trifft viele Leute. Richtig schön weihnachtlich war es beispielsweise bei der Tischlerei Burkhardt und der Zimmerei Krenkel. Auch sonst hat es mir überall gut gefallen. Außer im Heimatmuseum. Da hätte man auch zur normalen Öffnungszeit hingehen können. Und warum im Archiv fotografiert wurde, hat sich mir auch nicht erschlossen", so die Frankenbergerin.

Nicht verschwiegen werden soll, dass am Montag Hans-Dieter Langer zur Wintersonnenwende einen Vortrag über Photonen, Neutronen und vielem mehr samt anschaulichen Vorführungen hielt. Darüber mehr zu schreiben aber birgt gar zu viele Fallstricke.

Morgen geht der "Lebendige Adventskalender" mit der Christvesper um 15 Uhr in der St. Aegidienkirche zu Ende. Für dieses Jahr.