Umwege gehören Vergangenheit an

Brückenneubau Steg über Lungwitzbach hat 110.000 Euro gekostet

Fußgänger und Radfahrer können seit dem Mittwochnachmittag wieder eine zusätzliche Verbindung über den Lungwitzbach in Niederlungwitz nutzen. Die Körnerbrücke, die sich zwischen Hauptstraße und Straße des Friedens befindet, wurde von Oberbürgermeister Peter Dresler (parteilos) freigegeben. Die Kosten für den Neubau des "Blauen Wunders" belaufen sich auf rund 110.000 Euro. Das Geld kommt aus den Fördertöpfen für die Beseitigung der Hochwasserschäden.

Seit dem Hochwasser im Mai und im Juni 2013 war die Überführung gesperrt. Die Folge: Viele Einwohner mussten auf dem Weg in die Kirche, zum Einkaufen und in die Arztpraxis weite Umwege in Kauf nehmen. Sie legten oftmals eine Extra-Strecke von einem Kilometer zurück. "Deshalb sind wir heilfroh, dass wir die Belastungen für die Senioren nun wieder reduzieren können", sagt Ortsvorsteher Uwe Wanitschka. Egal ob Beantragung der Fördermittel, Erstellung der Planung und Ausschreibung der Bauleistungen - vor dem Beginn des Projektes ist viel Wasser den Lungwitzbach heruntergeflossen. Erst im Frühjahr konnte der alte Holzsteg abgerissen werden. Danach ging es an die Arbeiten für die Widerlager. Ende August schwebte das "blaue Wunder", was rund fünf Tonnen schwer ist, mit einem Spezialkran ein. Die Besonderheit: Am linken Ufer ist die 13,20 Meter breite Brücke fest verankert. Am rechten Ufer befindet sich ein bewegliches Widerlager. Damit können Bewegungen des Bauwerks aufgrund von Temperaturschwankungen abgefedert werden.

Die Fertigstellung des Projektes wird zweimal gefeiert. Nach der offiziellen Freigabe am Mittwoch befindet sich nun auch noch ein Brückenfest in Vorbereitung. Es soll am 9. Oktober in den Nachmittagsstunden an der Körnerbrücke, die den Name eines früher in der Nähe befindlichen Elektrogeschäftes trägt, gefeiert werden.