Umweltschutz von Anfang an

Ausbildung Bis 2018 werden weiterhin in Weiditz Junior-Ranger ausgebildet

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Umfangreiches Wissen aus der Natur, zur Jagd und über Pilze wird bei der Ausbildung zum Junior-Ranger vermittelt. Foto: Andrea Funke

Freiberg/Weiditz. Bereits seit 2013 realisiert das Landratsamt Mittelsachsen das Projekt "Junior-Ranger 'Natur' Landkreis Mittelsachsen". Die Kurse richten sich an Mädchen und Jungen von acht bis dreizehn Jahren und vermitteln umfangreiches und praxisbezogenes Wissen zu Naturschutzthemen in Mittelsachsen, um Interesse für den ehrenamtlichen Naturschutz, die Jagdausübung und die Pilzberatung in der Region zu wecken. Hierbei arbeitet die Behörde mit drei Umweltbildungseinrichtungen zusammen: dem Natur- und Freizeitzentrum Töpelwinkel, der Naturschutzstation Weiditz und der Grünen Schule grenzenlos in Zethau. Im Jahrgang 2013/14 nahmen 32 Kinder und Jugendliche an den Grundkursen teil, 2014/15 bereits 39 und 2015/16 waren es 48. Über nachfolgende Aufbaukurse sollen diese Teilnehmer sich weiter in Sachen Naturschutz ausprobieren und für die Ausübung eines Ehrenamtes vorbereitet werden. Der Idealfall wäre dann wenn sich die Junior Ranger für die Übernahme einer ehrenamtlichen Aufgabe entscheiden. Durch das wachsende Interesse am Projekt "Junior-Ranger" beschloss nunmehr der Kreistag im Bereich Umwelt und Naturschutz die Beteiligung des Landkreises an einem sächsischen Pilotprojekt. Hierfür wird der Landkreis eine Kooperationsvereinbarung mit dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft und der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt schließen. In der geplanten Zusammenarbeit bereitet das Landratsamt seine Erfahrungen aus dem Junior-Ranger-Projekt für das Ministerium so auf, dass sie auch in anderen sächsischen Landkreisen genutzt werden können. Die Kooperation läuft zunächst bis 2018, die Kosten trägt der Freistaat. "Durch das gemeinsame Vorhaben kann der Landkreis sein Engagement für die Nachwuchsgewinnung in Ehrenamtsbereichen mit hauptsächlichem Handlungsfeldern im Naturraum aktiv weiterführen", unterstreicht der zuständige Beigeordnete im Landratsamt Lothar Beier.