Unbequeme und Bewahrer wurden geehrt

Verleihung Bürgerpreise der Stadt Freiberg übergeben

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Bergstadtkönigin Carolin I. mit den Bürgerpreisträgern Bernd Zimmermann, Heidi Hinkel, Friedrich Schade und Oberbürgermeister Sven Krüger (v.l.). Foto: Wieland Josch

Freiberg. Sie sei immer unbequem gewesen, so Heidi Hinkel in ihrer Dankesrede, und das werde sie wohl auch bleiben. Sie war die erste Preisträgerin, welcher im Rahmen des Neujahrsempfangs der Stadt Freiberg der Bürgerpreis verliehen wurde. Ihr ehrenamtliches Engagement als Leiterin des Frauenchores "Hinkel Singers", als Gründungsmitglied des Freiberger Karneval Klub und als Deutsch-Lehrerin für Flüchtlinge erhielt damit die gebührende Würdigung. "Sie haben so viel gegeben", sagte Oberbürgermeister Sven Krüger. "Nun bekommen Sie etwas zurück." Die Geehrte antwortete launig: "Ich fühle mich ausgezeichnet und somit ausgezeichnet."

Besonders ihr Humor wurde von allen Seiten immer wieder hervorgehoben. Doch sei sie vor allem dann, wenn es einmal ernst werde, unersetzlich. Der zweite Bürgerpreisträger für das Jahr 2016 ist der "Freibergsdorfer Hammerverein", der sich seit Jahrzehnten um die Bewahrung des einmaligen technischen Denkmals verdient macht. Vorsitzender Friedrich Schade nahm die Gelegenheit wahr und wies auf das Nachwuchsproblem des Vereins hin, welches bald zu erheblichen Problemen führen wird. Doch brachte er, wie er es nannte, eine Vision ins Spiel, die zukunftsweisend sein könne. Es sei doch vielleicht möglich, eine Verbindung zwischen dem Institut für Eisen- und Stahltechnologie der TU Bergakademie und dem Hammerwerk herzustellen. "Das ergibt für die Studenten ein einzigartiges Einführungspraktikum", so Schade. Man erwerbe Wissen und Können um die alten Techniken.