Uni forscht an Traktorfelgen

Bergakademie Entwickelter Großfelgenprüfstand im Einsatz

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Großfelgenprüfstand am Institut für Maschinenelemente, Konstruktion und Fertigung der Bergakademie Freiberg. Foto: Bergakademie /Detlev Müller

Freiberg. Die steigende Größe und Leistung heutiger Traktoren stellt bewehrte Bauteile des Antriebs und sogar die Felgen vor neue Herausforderungen. Trotz sehr robuster Auslegung treten immer wieder Risse an Traktorfelgen auf, beispielsweise an der Verschraubung zwischen Felge und Radnabe. Ein neu entwickelter Großfelgenprüfstand an der Bergakademie Freiberg geht den Ursachen auf den Grund.

Nach der erfolgreichen Erprobung des Prüfstandes in den vergangenen Wochen starten noch im Januar die ersten Untersuchungen von Felgenprototypen. Der Versuchsstand erstreckt sich über vier Meter in der Länge und 2,5 Meter in der Breite. Es können Kräfte von bis zu 100 Kilo-Newton und Momente von bis zu 60 Kilo-Newtonmeter in die Felgen eingeleitet werden. Die Dimension des Versuchsstandes reicht für eine Untersuchung von Nutzfahrzeugfelgen bis zu einer Größe von 46 Zoll. Zum Vergleich: eine durchschnittliche Pkw-Felge in der Golf-Klasse hat eine Größe von 16 Zoll bzw. einem Durchmesser von zirka 40 Zentimeter.

Prof. Matthias Kröger, Professor für Maschinenelemente an der TU Bergakademie Freiberg und Studiendekan: "Die Radlast verursacht bei Traktorfelgen eine umlaufende Biegebelastung. Zusätzlich treten Axialkräfte und immer größer werdende Antriebsmomente auf. Diese Beanspruchungen kann der Versuchstand durch Hydraulikzylinder gleichzeitig in die Felge einleiten."