Untersuchungen in der Vorschule

Gesundheit Aufmerksamkeit und viel Bewegung

Im Rahmen der Einschulung wird bei jedem schulpflichtigen Kind eine Schulaufnahmeuntersuchung durchgeführt. Diese Untersuchung erfolgt durch die Ärzte des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes des Gesundheitsamtes. In der Einschulungsuntersuchung wird insbesondere der körperliche Entwicklungsstatus sowie der Gesundheitsstatus der Kinder untersucht. Ein weiteres Augenmerk liegt in den Entwicklungsbereichen der Fein- und Grobmotorik, der Wahrnehmung, der Kognition, der Sprache sowie der sozial-emotionalen Entwicklung. "Zu erwähnen ist hier, dass wir um den Entwicklungsstand eines jeden Kindes zu ermitteln, ein standardisiertes Testprogramm zur Verfügung haben, das sachsenweit für die Beurteilung der Schulfähigkeit zum Einsatz kommt", erklärt Konstanze Kunath-Saadi, Fachärztin für Kinderheilkunde und Jugendärztin im Gesundheitsamt. Immer noch stehen Sprachstörungen an erster Stelle. "Deshalb die Bitte an unsere Eltern, der sprachlichen Entwicklung größte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen." Dazu gehört nicht nur eine deutliche Aussprache, sondern ebenso die Überprüfung einer sauberen Grammatik. "Wir stellen auch während unserer diesjährigen Untersuchung wieder fest, dass die Vorschüler immer weniger in ganzen Sätzen formulieren. Deshalb müssen die Kinder im häuslichen Milieu zum freien Erzählen angehalten werden. Aufmerksame und kritische Zuhörer sind deshalb ein wichtiges Kriterium auf dem Weg zu einer guten sprachlichen Entwicklung." Zur Förderung der Konzentration dienen beispielsweise Bilderlotto, Puzzle-Spiele und Ähnliches. Wichtig ist auch die Bewegung an frischer Luft, nicht nur für die Motorik, sondern auch für die Wahrnehmung der Natur. Außerdem lässt die Sauerstoffanreicherung im Blut die Sprösslinge wieder besser Denken und verbessert den erholsamen Schlaf.