Unvergessene Weihnacht

Ausstellung Einwohner teilen Erinnerungen

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Weihnachts-Erinnerungen im Dorfmuseum: Klaus Holz hat das Schaukelpferd ausgestellt. Foto: Ulli Schubert

Gahlenz. Der Teddy hat nur noch ein Auge und seine Füße wurden mehrfach gestopft. Dennoch ist er Beate Mühl ans Herz gewachsen und sie hält ihn in Ehren. Vor etwa 50 Jahren erhielt sie ihn als ersten und einzigen Teddy zu Weihnachten geschenkt. Jetzt sitzt er in einem Schrank in der Sonderausstellung "Unvergessliche Weihnachten" im Dorfmuseum Gahlenz. Die kleine Beate von einst ist heute Museumsleiterin und als solche bat sie die Gahlenzer, eigene Exponate in Erinnerung an Weihnachten beizusteuern.

Es ist eine kleine Exposition, die aber - logischerweise - vor allem bei älteren Menschen so manche Erinnerung wachrufen wird. War die Bettwäsche - früher ein typisches Geschenk für Mädchen - in der DDR wirklich so teuer? Hat sich die Frau über den Wäschekorb, samt Leine und Klammern als Weihnachtsgeschenk tatsächlich gefreut? Wohl kaum. Steffi Merbeth indes war überglücklich, als im Jahre 1961 eine Babypuppe auf dem Gabentisch lag, die sie im Herbst im Schaufenster des Gahlenzer Textilkonsums entdeckt hatte. Endlich hatte sie eine eigene Puppe, die sie Jens nannte, und musste nicht mehr mit der ihrer Mutter spielen. Diese und andere Geschichten sind bis Ende Januar im Dorfmuseum zu entdecken.