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Verein setzt auf Kultur und Kreativität

Jubiläum Der "Müllerhof" in Mittweida feiert sein 20-jähriges Bestehen mit Tag der offenen Tür

Mit einem Tag der offenen Tür und vielen Aktionen hat der soziokulturelle Verein "Müllerhof" in Mittweida am Samstag seinen 20. Geburtstag gefeiert. Vor allem Kinder, Erwachsene sowie Familien waren gekommen, die schon länger die Angebote der Begegnungsstätte nutzen, die in einem mehr als 270 Jahre alten Fachwerkhaus am Auensteig ihr Domizil hat. Aber auch neue Gesichter hatten sich unter die zahlreichen Gäste gemischt, die sich beim Rundgang über aktuelle Projekte sowie kulturelle, soziale und handwerkliche Kurse informieren konnten.

Dass es den "Müllerhof" in seiner heutigen Form gibt, ist nicht zuletzt Elisabeth Schwerin aus Mittweida zu verdanken. Als junge Mutter mit drei kleinen Kindern wollte sie anfänglich einen Verein aus der Taufe heben, mit dem vor allem der Frauenarbeitslosigkeit nach der politischen Wende entgegengewirkt werden sollte. Kurze Zeit später hatten mit ihr über 30 Frauen einen Verein zur Förderung von Fraueninitiativen gegründet. "Von 1994 bis 1999 hatten wir in Mittweida und Umgebung sechs Standorte mit verschiedenen Aufgabenstellungen, die immer mehr wuchsen", sagt Schwerin. Damit die Angebote unter einem Dach vereint werden konnten, kaufte der Verein das alte Fachwerkhaus und sanierte es. Mit dem Einzug ins neue Domizil erweiterten sich die Kursangebote, die laut Schwerin sehr gut angenommen werden. "Pro Jahr besuchen uns reichlich 10.000 Kinder, Jugendliche, Schulklassen sowie Erwachsene", erklärt sie. Unterstützung bei der Vereinsarbeit erhält sie von etwa 30 Frauen und Männern. Beschäftigt werden sie beispielsweise als Teilzeitkräfte, im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes und Fördermaßnahmen des Jobcenters. Zudem engagieren sich viele ehrenamtlich.

Hinzu kommen knapp zehn Kursleiter, die fest angestellt sind. Um die Angebote zu finanzieren, erhält der Verein pro Jahr eine Kulturraumförderung in Höhe von 40.000 Euro und 3000 Euro städtische Zuschüsse. "Den Rest stemmen wir aus Mitgliedsbeiträgen, Einnahmen aus den Kursen sowie Spenden- und Sponsorengeldern", sagt die Vereinschefin.