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Vereinslegenden leben zum 125-jährigen Bestehen wieder auf

Fußball Persönlichkeiten des TV "Vater Jahn" Burgstädt

Burgstädt. 

Letzte Woche trafen sich Ehrenmitglieder des TV "Vater Jahn" Burgstädt anlässlich des 125-jährigen Vereinsbestehens. Leider konnte auf Grund der Corona-Situation dieser Anlass nicht gebührend gefeiert werden. Dennoch schwelgten die Sportenthusiasten in Erinnerungen.

 

Schiedsrichterlegende Horst Di Carlo

Insbesondere wurde die Laufbahn des Schiedsrichters Horst Di Carlo beleuchtet. "Er starb im September letzten Jahres im Alter von 87 Jahren nach langer Krankheit", berichtete Rainer Landgraf-Bonitz Ehrenmitglied des Vereins. Horst Di Carlo war seit seiner Jugend eng mit dem Fußballsport in Burgstädt verbunden. Wie die meisten Schiedsrichter begann er seine Karriere als aktiver Spieler im Juniorenbereich beim BSG Motor Burgstädt. Verletzungsbedingt beendete er seine Spielerlaufbahn und trainierte danach die Schüler. 1954 startete er als 20-Jähriger dann seine Schiedsrichterlaufbahn. In 35 Jahren amtierte er von der Kreisklasse bis zur Oberliga. Ab 1968 leitete er auf höchster nationaler Ebene fast 100 Spiele der DDR-Oberliga. "Mit dem Aufstieg in die Oberliga stand Horst Di Carlo schlagartig im Licht der Öffentlichkeit und musste sich stets neu bewähren. Das gelang ihm hervorragend", erinnert sich Rainer Landgraf-Bonitz. So fungierte Horst Di Carlo als Linienrichter bei den Partien PSV Eindhoven - Real Madrid oder FC Zürich - Dosza Ujpest.

 

Der Schiedsrichter blieb seinem Verein immer treu

Trotz dieser Karriere blieb er seinem Verein immer verbunden und leitete Spiele im Burgstädter Nachwuchsbereich. Sein letztes großes Spiel als Schiedsrichter im Burgstädter Stadion erlebte er beim Benefizspiel des TV "Vater Jahn" gegen eine Auswahl ehemaliger Nationalspieler. Eine andere sportliche Persönlichkeit im Verein war Erich Gleixner. Er wechselte nach dem 2. Weltkrieg von Hartha nach Burgstädt und war maßgeblich am Wiederaufbau des Spielbetriebes beteiligt. Als Spielertrainer führte er den SC Burgstädt in der 1. Spielzeit 1946/47 zum Meistertitel. Dann wechselte er zum VfL Osnabrück, war nominiert für die Amateurnationalmannschaft und bei Olympia 1952 in Helsinki dabei. Er starb 1962 mit 42 Jahren.

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