Vergessene Gebäude in Mittweida entdecken

Projekt "Lost Places" will auch Entwicklungspotenzial betrachten

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Die studentische Projektgruppe freut sich die Geschichte von Mittweida zu entdecken und mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Foto: Chris Brinkmann

Mittweida. Alte, verlassene Orte haben oft etwas Geheimnisvolles an sich. Dort, wo vor Jahren noch Menschen lebten und arbeiten, ist es nun still. Scheinbar vergessen liegen die Gebäude heute da. Auch in Mittweida gibt es einige dieser sogenannten "Lost Places".

Für manche, wie das Bahnhofsgebäude, werden derzeit Nutzungskonzepte gesucht. Andere, wie die alte Wattefabrik, sind baufällig und müssen abgerissen werden. Gelegentlich Presseberichte dokumentieren die Entwicklungen in der Stadt. Im Rahmen ihres Medienstudiums wollen nun sechs Studierende der Hochschule Mittweida einen neuen Zugang zu den verlassenen Orten in Mittweida suchen.

Über das Potenzial verlassender Orte

In Kooperation mit der Zukunftsstadt Mittweida planen Annabell Franz, Madelaine Schreiber, Lydia Pappert, Jonas Harnisch, Lukas Jahn und Christian Nopper mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen und so gemeinsam auf das Entwicklungspotenzial einiger ausgewählter "Lost Places" in Mittweida zu schauen.

Seit vergangenem Dienstag veröffentlichen die Studierenden dafür Bilder, Fotos und Videos online bei der Zukunftsstadt Mittweida. Die Beiträge rufen dabei auch zum Kommentieren auf. "Einige historische Fakten und aktuelle Einblicke haben wir bereits im Stadtarchiv und in Gespräch mit den Gebäudeeigentümern erhalten", erklärt Annabell Franz, eine der Teamleiterinnen des studentischen Projektes.

Erinnerungen teilen

Und Jonas Harnisch, ebenfalls Teamleiter, lädt ein: "Wir freuen uns aber auch, wenn die Bürger von Mittweida ihre persönlichen Erinnerungen an die Orte mit uns teilen". Die aktuellen Beiträge beschäftigen sich mit der ehemaligen Wäsche- und Schürzenfabrik. Diese wird derzeit von der Volksbank Mittweida zu einem Wohnkomplex umgebaut.

In den kommenden Wochen werden die Studierenden noch die ehemalige Kartbahn, die Wattefabrik, das GHG-Gelände, das ehemalige Hotel "Stadt Chemnitz", den Bahnhof von Mittweida und das Rittergut in Ringethal bei der Zukunftsstadt Mittweida auf Facebook und Instagram zum Thema machen. "Wir sind auf die Einblicke und Ergebnisse gespannt", sind sich die sechs Studierenden einig. Das Projekt läuft noch bis zum 26. Juni.