"Vergessene Produkte sächsischer Fahrzeughersteller": Sonderausstellung auf dem Schloss Augustusburg

austellung Nachdem die Schlösser wieder geöffnet haben können die Besucher neues in Augustusburg bestaunen

Augustusburg. 

Augustusburg. "Vergessene Produkte sächsischer Fahrzeughersteller" ist eine neue Sonderaustellung im Motorradmuseum. Wer weiß schon, dass die Chemnitzer Wanderer-Werke nicht nur Autos und Motorräder produziert haben, sondern auch Schreibmaschinen? Genau solchen "Vergessenen Produkten sächsischer Fahrzeughersteller" geht die gleichnamige Sonderausstellung im Motorradmuseum Schloss Augustusburg auf den Grund.

Für die kleine Sonderschau haben sich die Mitarbeiter der Museumsabteilung der ASL-Schlossbetriebe gGmbH auf die Spur von Erzeugnissen gemacht, die die Produktpalette von historisch bedeutsamen sächsischen Fahrzeugherstellern auf ungewöhnliche Weise erweiterten. Gezeigt werden u. a. ein Kühlschrank aus der Produktion von DKW, eine motorbetriebene Säge von Barkas oder die Addiermaschine Continental der Chemnitzer Wanderer-Werke. Neben Exponaten aus dem eigenen Bestand sind Leihgaben aus dem Industriemuseum und dem Fahrzeugmuseum Chemnitz zu sehen. Ergänzt wird die Sonderausstellung durch Werbematerialien aus der Zeit und Filmbeiträge zur Funktionsweise einiger Geräte.

Eine der bedeutendsten Zweiradsammlungen Europas

Der Freistaat Sachsen hat 2020 zum Jahr der Industriekultur ausgerufen, um die Erinnerung an industrielle Errungenschaften und Erfindungen, die von hier aus die Welt eroberten, zu pflegen. Das ist auch das Anliegen des Motorradmuseums auf Schloss Augustusburg. Es gehört zu den bedeutendsten und umfangreichsten Zweiradsammlungen Europas und zeigt auf beeindruckende Art und Weise die sächsische Industriekultur im Rahmen des Fahrzeugbaus.

"Die Sonderausstellung macht sächsische Industriegeschichte unmittelbar erlebbar. Wir erweitern damit den Blick über den Sammlungsschwerpunkt des Motorradmuseums hinaus und leisten durch die Pflege und die Erinnerung an besondere sächsische Produkte einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Bildung allgemein und zum Jahr der Industriekultur im Besonderen", so Patrizia Meyn.

Öffnungszeiten: täglich |April bis Oktober 9.30-18 Uhr | November bis März 10-17 Uhr

Eintritt: Die Sonderausstellung ist im Eintritt für das Motorradmuseum inbegriffen.

6 € Erwachsene / 5 € ermäßigt / 16 € Familien / Kinder im Vorschulalter frei