Verschiebung sorgt für Frust

Verkehr Bisher keine Lösung für "Spitzkehre" in Sicht

Autofahrer, die zwischen Waldenburg und Remse unterwegs sind, brauchen weiterhin viel Geduld. Der Grund: Für den dringend erforderlichen Umbau des Knotenpunktes in Kertzsch gibt es immer noch keinen Termin. Die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und Baugesellschaft (Deges) hat die geplante Präsentation der Umbaupläne im Stadtrat in Waldenburg und im Gemeinderat in Remse wieder abgesagt. Die Mitteilung sorgt auch beim Waldenburger Bürgermeister Bernd Pohlers (Freie Wähler) für Ernüchterung: "Es ist frustrierend, dass bei diesem Projekt einfach nichts vorwärts geht." Er macht deutlich, dass etliche Versprechungen in der jüngsten Vergangenheit nicht eingehalten worden sind. "Eigentlich sollte das gesamte Vorhaben jetzt endlich in professionellen Händen liegen", sagt der Stadtchef.

Seit mehr als vier Jahren existieren die Probleme an der "Spitzkehre" in Kertzsch. Im Sommer 2011 wurde der erste Teil der Ortsumgehung von Waldenburg eröffnet. Durch den Höhenunterschied können Sattelschlepper die Kreuzung aber nur mit großen Schwierigkeiten passieren. Deshalb steht nun eine provisorische Ampel am Knotenpunkt. Trotz des Protestes der Bürgerinitiative "Zukunft für Waldenburg", die auf eine Aufklärung des Planungsfehlers gedrängt hat, konnte der Freistaat kein schuldhaftes Verhalten nachweisen. Nun soll auf Kosten der Steuerzahler der Umbau vorbereitet werden. Bisher liegen verschiedene Varianten auf dem Tisch. Die Details kennen die Kommunalpolitiker aus dem Muldental bisher aber noch nicht.