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Viel Arbeit gleich zu Beginn

Start Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger

Mittlerweile dürfte der Umzug abgeschlossen sei, doch zur Wochenmitte, das gibt Sven Krüger zu, hatte er noch nicht einmal etwas eingepackt. Dabei ist es gar nicht weit von dem ehemaligen Büro, welches er als Freibergs 2. Beigeordneter bewohnte, hin in die neuen Räume auf der anderen Seite des Flures, die ihm nun als neuem Oberbürgermeister zustehen. Aber es war einfach etwas zu viel Arbeit, die ihn vom ersten Tag an erwartete, und welche zunächst erledigt werden musste. Fühlt es sich jetzt anders an für ihn, an der Spitze des Rathauses zu stehen? "Das ist etwas schwer zu beschreiben", gesteht er. "Aber ich will es mal so formulieren: Mit einer kleinen Unterbrechung war Bernd-Erwin Schramm seit 15 Jahren mein Vorgesetzter.

Ich hatte die Möglichkeit, in seinem Windschatten zu gehen. Jetzt stehe ich selber im Wind." Am Montag dieser Woche war es das erste, dass sich Sven Krüger den Mitarbeiten vorstellte, das Gespräch mit ihnen suchte. Er will direkter Ansprechpartner sein. Im hauseigenen Intranet gab es bislang für alle einen Button, auf dem "Mitteilung an den Chef" stand. "Der wurde in den letzten Jahren nie genutzt und kommt deshalb weg", so Krüger. "Ich möchte, dass mit mir geredet wird, nicht unpersönlich." Mit einem personellen Paukenschlag deutet der neue Oberbürgermeister der Silberstadt schon einmal die Richtung an, die er einzuschlagen gedenkt. "Es wird dem Stadtrat vorgeschlagen, künftig auf einen zweiten Beigeordneten zu verzichten", kündigt Sven Krüger an. "Damit sollen in der Verwaltungsspitze die Strukturen gestrafft und vor allem die zweite Ebene gestärkt werden." Zusätzlich werden dadurch nennenswert Personalkosten eingespart. Auch die Innenstadt mit ihrem Handel ist ein bereits angepacktes Thema.

"Was einmal verloren ist, bekommen wir nicht wieder", mahnt Krüger. Und die höhere Bürgerbeteiligung wird sich schon beim Doppelhaushalt für 2017/18 bemerkbar machen, wenn der Bürgerhaushalt Wirklichkeit wird. Ebenso möchte er sich um den Ortsteil Halsbach kümmern, worüber wir noch berichten werden. Viel Arbeit also schon jetzt für den neuen OB. Da kann der Umzug von einem Büro ins andere ruhig noch etwas warten.



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