Viel mehr als nur Steine bearbeiten

Berufe Ausbildungsordnung zum "Werksteinhersteller/-in" modernisiert

Filigrane Engel aus Naturwerkstein, wuchtige Brückenelemente aus Betonwerkstein oder individuelle Terrazzoböden - wenn Werksteinhersteller/-innen eines beherrschen, dann ist es der Umgang mit Natur- und Betonwerksteinen sowie Werksteinen aus künstlichen Materialien in all seinen Facetten. Dank der modernisierten Ausbildungsordnung, die mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres in Kraft getreten ist, werden jetzt traditionelle Herstellungs- und Bearbeitungsverfahren mit modernsten Techniken und Materialien verknüpft.

Mit der modernisierten Ausbildungsordnung konzentrieren sich Werksteinhersteller/-innen künftig auf den Bereich der individuellen Werksteinherstellung und -bearbeitung. Sie grenzen sich somit eindeutig von der industriellen Serienfertigung ab. So ist nun insbesondere für den Erwerb von Kompetenzen im Bereich der Terrazzoherstellung und -sanierung vor Ort sowie der Herstellung, Versetzung und Gestaltung von individuellen Treppen mehr Ausbildungszeit vorgesehen. Darüber hinaus bearbeiten sie Werksteine nicht nur mit traditionellen handwerklichen Verfahren zur Oberflächenbearbeitung wie Bossieren, Scharrieren und Kröneln. Sie verfügen auch über Qualifikationen, um Werksteinelemente mit energetischen Funktionen zu versehen, sodass beispielsweise eine Außentreppe auch im Winter dauerhaft schneefrei bleibt. Neben klassischen Materialien wie Naturstein, Beton oder Mörtel kommen zunehmend hochmoderne Materialien und Technologien zum Einsatz. So werden beispielsweise Betonwerksteine mit Carbonfasern verstärkt und Oberflächen durch Laser bearbeitet. bibb