Viele Bürger wollen helfen

Asyl Volkssolidarität will in Flöha unbegleitete Jugendliche aufnehmen

Zu Wochenanfang sind die ersten Flüchtlinge aus der Gemeinschaftsunterkunft in Flöha in einer von der Stadt dem Landkreis gemeldeten Wohnung eingezogen. Es handelt sich dabei um eine fünfköpfige Familie aus dem Irak, wie Volker Holuscha mitteilte.

In einem Gespräch mit dem BLICK hatte Flöhas Oberbürgermeister den in den vergangenen Wochen noch immer nicht wesentlich verbesserten Kommunikationsfluss zwischen den einzelnen Behördenebenen beklagt. Planungssicherheit sei in diesem Zusammenhang ein Wort, das nahezu keine Bedeutung habe. "Wenn ich keine neuen Informationen bekomme, kann ich diese auch nicht an die Bevölkerung weitergeben", sagte er.

Positiv schätzt er die interkommunale Zusammenarbeit der Bürgermeister im Altkreis Flöha in Fragen der Integration ein. "Flöha hat doch mit der Volkshochschule oder dem Sitz einiger Wohlfahrtsverbände Möglichkeiten, die andere umliegende Gemeinden für sich nutzen können."

Holuscha unterstützt auch das Vorhaben der Volkssolidarität Freiberg, in einem Teil der ehemaligen Kita Friedrich Fröbel im Wohngebiet "Sattelgut" für bis zu 24 minderjährige unbegleitete Jugendliche Plätze einzurichten.

"Dies war zum Beispiel eine Entscheidung, die, auch im Zusammenwirken mit den Verantwortlichen vom Landratsamt, recht zügig getroffen wurde." Der Stadtrat Flöha hat diesem Vorhaben mittlerweile ebenfalls mehrheitlich zugestimmt.

So wie in Flöha haben sich auch in Leubsdorf und Eppendorf Unterstützerkreise für die zu erwartenden Flüchtlingegebildet. Eppendorfs Bürgermeister Axel Röthling hat in seinem Büro bereits das Grundgesetz in arabischer Sprache und einige Hefte für Deutschkurse liegen.