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Viele Steine ins Rollen gebracht

Menschen 2019 Landrat a.D. Volker Uhlig und der Welterbetitel

Freiberg. 

Freiberg. Selbst wenn man mit sehr viel Einfühlungsvermögen und noch mehr Fantasie versucht, sich vorzustellen, wie es dem früheren mittelsächsischen Landrat Volker Uhlig an jenem Julitag 2019 in der aserbaidshanischen Hauptstadt Baku ging, als die Entscheidung darüber verkündet wurde, ob die Montanregion Erzgebirge/Krusnohori zum Welterbe der Unesco erklärt werde - man könnte es vermutlich trotz aller Imaginationskraft nicht erfassen, was in ihm und den anderen Mitgliedern der Delegation vor sich ging, als man tatsächlich den Zuschlag erhielt.

Rund 20 Jahre auf Augenblick hingearbeitet

Die Bilder zeigen zwar zufriedene, ja glückliche Gesichter, und dennoch dürften die Emotionen ungleich stärker gewesen sein. Und selbst Monate später noch sucht Uhlig, der zum Zeitpunkt der Entscheidung Vorsitzender des Vereins Welterbe Montanregion Erzgebirge war, noch immer nach den richtigen Worten, um zu beschreiben, was in ihm vorging. Er gibt ehrlich zu, dass es fast unmöglich ist, dies auszudrücken. Immerhin hat er gemeinsam mit einem fachkundigen Team rund zwanzig Jahre auf diesen Augenblick hin gearbeitet, musste Rückschläge einstecken wie etwa die Zurückstellung des Antrags auf Empfehlung der Berater-Organisation Icomos, welche deutliche Nachbesserungen am Konzept anmahnte.

Rückzug von der Spitze

Auch dieser Aufgabe stellte man sich und hatte schließlich Erfolg. Die Auswirkungen der Unesco-Entscheidung sind in ihrem ganzen Umfang noch nicht vollständig absehbar. Doch Volker Uhlig wird sie von nun an lediglich beobachten, denn nach dem Erfolg hat er sich von der Spitze des Welterbevereins zurückgezogen und dem unermüdlichen Professor Helmuth Albrecht die Führung übergeben. Gut möglich, dass Volker Uhlig schon 2015, als er das Amt des Landrats aufgab, annahm, dass nun ruhigere Zeiten auf ihn warten. Vielleicht sind sie jetzt, nach der Titelvergabe, tatsächlich gekommen. Man wird sehen.



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