Vier Millionen für Naturschutz in Sachsen

Förderung Umweltministerium startet Sonderprogramm für Feldhecken und -gehölze

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Foto: Valio84sl/Getty Images/iStockphoto

Mittelsachsen. Das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft hat ein Sonderprogramm gestartet, mit dem das Anlegen von Gehölzen in der Landschaft gefördert wird. Vier Millionen Euro stehen künftig jedes Jahr dafür bereit.

Die Mittel sollen überwiegend für die Anlage von Feldhecken und Feldgehölzen sowie für die Sanierung von Kopfbäumen, Hecken und Steinrücken verwendet werden. "Solche Gehölzstrukturen bieten zahlreichen Arten Lebens- und Rückzugsräume. Darunter sind insbesondere verschiedene Vogelarten wie Raubwürger, Rebhuhn oder Neuntöter", erklärt Umweltminister Thomas Schmidt.

Die Mittel werden vom Freistaat Sachsen und dem Bund bereitgestellt

Von großer ökologischer Bedeutung sind diese auch für Fledermäuse. Von der Kopfbaumpflege können unter anderem Insekten wie der in Sachsen stark gefährdete Eremit profitieren. "Mit der Bereitstellung dieser Mittel für den Naturschutz unterstützen wir die zahlreichen Verbände und Vereine, Landwirtschaftsbetriebe, Privatpersonen und auch Gemeinden, die sich aktiv für die Bewahrung der Artenvielfalt und die Erhaltung der sächsischen Kulturlandschaft einsetzen, bei ihrer wertvollen Arbeit", so Minister Schmidt.

Die Mittel kommen aus der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz, mit der Bund und Länder die Entwicklung der ländlichen Räume unterstützen. 40 Prozent der Mittel stammen aus dem Haushalt des Freistaates Sachsen auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes, weitere 60 Prozent steuert der Bund bei. Anträge auf die Förderung können beim Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie eingereicht werden.