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Volker Uhlig nimmt seinen Hut

Abschied Landrat schaut zufrieden zurück und blickt zuversichtlich nach vorn

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge sieht Landrat Volker Uhlig dem Ende seiner Amtszeit als Landrat und insgesamt seiner 30-jährigen kommunalen Arbeit entgegen. Die letzten öffentlichen Veranstaltungen wie beispielsweise der Projektabschluss der Sparkassen-Stiftung Mittelsachsen im Sonnenlandpark gehören dazu. Er habe sich lange Zeit darauf vorbereitet und akzeptiere nun seine Entscheidung. "Es ist gar nicht so tragisch, desto näher der Abschied kommt. Ich habe den Job mit Anstand zu Ende gebracht. Nun freue mich auf die Zeit danach und habe noch so viel vor", sagt der Landeschef von mehr als 1000 Mitarbeitern.

Dreimal Katastrophenalarm

In den nächsten Tagen reiht sich Sitzung an Versammlung und Abschiedsbesuche. "Ich werde so oft verabschiedet, dass ich denke, die wollen alle sicher sein, dass ich auch gehe", schmunzelt der 65-Jährige, der allerdings noch 14 Tage länger in Bereitschaft bleibt, da der künftige Landrat Matthias Damm Anfang August Urlaub hat. "Falls was Großes passiert, muss es ja jemanden geben, der die Verantwortung übernimmt. Das bin ich ja gewohnt", stellt Volker Uhlig fest. Dreimal hat er in seiner Dienstzeit Katastrophenalarm auslösen müssen. Zweimal bei Hochwasser 2010 und 2013 und 2001 bei einer Schneekatastrophe. "Ich habe damals die Schule abgesagt, da keine Busse fahren konnten. Das löste Fassungslosigkeit aus, das hatte bis dahin noch keiner gemacht", erinnert er sich. Positiv betrachte er zurückblickend die Entwicklung des Landkreises Mittelsachsen aus den drei Landkreisen. "Die Stimmung ist positiv geworden, die generelle Ablehnung ist gewichen", stellt Uhlig fest und hofft auf ein weiteres Zusammengehen. Manchmal sei der große Landkreis auch ganz hilfreich, wie beim Hochwasser 2013 oder erst kürzlich beim Großbrand in Freiberg als Feuerwehren aus dem ganzen Kreisgebiet zur Hilfe kamen. "Nachteil des Landkreises sind die längeren Wege der Bürger zur Verwaltung und sie ist anonymer geworden.

Kollegiale Amtsübergabe

Daran könnte man arbeiten", räumt Uhlig ein, der nun einen Schlussstrich zieht und sich ganz von der Politik verabschiedet. Lediglich den Vorsitz des Vereins Welterbe Montanregion Erzgebirge sowie den Förderverein fülle er bis Juni 2016 aus. Ein Wechsel in der Mannschaft wäre auf der Zielgeraden nicht sinnvoll, sagt er. Schon jetzt begleite ihn Matthias Damm bei Beratungen und arbeite sich ein. Die Amtsübergabe verlaufe sehr kollegial. "Ich habe ein gutes Gefühl und werde aus der Ferne die Geschehnisse verfolgen, das steckt so drin in mir."



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