Volltreffer beim Bühnenball

Theater Freiberger feiern zum Western-Thema "High Noon"

Foto: Wieland Josch

Freiberg. Das Ziel fest im Auge hatten am vergangenen Wochenende beim Bühnenball des Mittelsächsischen Theaters in Freiberg nicht nur die Baritone Elias Han (r.) und Alexander Donesch. "High Noon" war das Motto und so mancher Auftritt beim Galaprogramm geriet dabei zum höchst gelungenen Showdown.

Andrang auf der Tanzfläche

Ziel war es natürlich, das an zwei Abenden zahlreich erschienene Publikum auf das trefflichste zu unterhalten. Dass dies gelang, war nicht nur dem Vermögen der Künstler, sondern auch dem aller Mitwirkenden zu verdanken, die hinter den Kulissen dafür gearbeitet haben. Tolle Kulissen waren gebaut worden und auch das Technische klappte bestens, so dass die Gäste großartige Stunden im Tempel der Kunst zubringen konnten. Bis tief in die Nacht wurde getanzt und sich leiblichen Genüssen hingegeben.

Der Bühnenball des Mittelsächsischen Theaters am vergangenen Wochenende war wieder einmal ein Genuss in mehrfacher Hinsicht. Zum einen boten die Künstler des Hauses aus den Bereichen Gesang, Schauspiel und Orchester ein Galaprogramm, welches abwechslungsreich, anrührend und amüsant zugleich war. Zum anderen ließ die Organisation einmal mehr keine Wünsche offen.

Es ging in den Westen - High Noon

Denn allein für das Eröffnungsprogramm war das Publikum nicht gekommen. Es strömte im Anschluss daran nicht nur zu den gastronomischen Bereichen, sondern auch auf die Tanzflächen, wo verschiedene Bands musizierten. Darunter war die Big Band der Mittelsächsischen Philharmonie ebenso wie das Trio "The Rubinettes", bestehend aus den Sängerinnen Leonora del Rio, Melissa Domingues und Lindsay Funchal.

Thema des Abends war "High Noon", weshalb manch Programmteil westernmäßig daherkam. Mit der Titelmelodie aus "Die glorreichen Sieben" von Elmer Bernstein legte die Philharmonie auch gleich den Grundstein für den Abend.

Kunterbuntes Programm aus Oper und Musical

Szenen aus dem Musical "Oklahoma", von den drei Baritonen Elias Han, Guido Kunze und Alexander Donesch gut aufgelegt dargebracht, wechselten mit einem Terzett aus dem "Rosenkavalier" und Boogie Woogie der guten alten Zeit. Die intensive Darstellung des Schauspielensembles bei Ausschnitten aus "Reineke Fuchs" machte neugierig darauf, das ganze Stück zu sehen.

Fast schon fröhlichste Sektlaune kam auf, als die "Drei Tenöre" Sebastian Fuchsberger, Michael Heim und Derek Rue mit "La donna é mobile" und "O sole mio" den Saal der Nikolaikirche in Schwingung versetzten. Generalmusikdirektor Raoul Grüneis und Juheon Han abwechselnd am Dirigentenpult fanden den richtigen Takt, und Susanne Engelhardts furioser Auftritt aus "Annie get your gun" rief ungebremsten Beifall hervor.