Vom Lauf bis zum Stollen: Das erste Adventswochenende in der Silberstadt

Festwochenende in Freiberg

Freiberg

Der erste Advent in Freiberg fühlte sich an wie ein Festwochenende. Am Sonnabend gehörten die Straßen den Laufschuhen, am Sonntag den Düften von Stollen, Kreativangeboten und Adventsmusik.

Laufschuhe eröffnen die Adventszeit

Am Sonnabend startete der Adventslauf am Café Hartmann. Die Stimmung war elektrisierend. Um 15 Uhr flitzten die Bambini los, kurz darauf folgten die Kinder über einen Kilometer, Teenies über drei Kilometer, der Volkslauf über sechs Kilometer und am späten Nachmittag der Hauptlauf über zwölf Kilometer und die Staffel. Die Online Anmeldung war wegen des Andrangs geschlossen, Nachmeldungen waren nur noch am Lauftag möglich. Mehr als 1370 Läuferinnen und Läufer gingen an den Start, an der Strecke wurde geklatscht und mit Plakaten angefeuert.

Kreativer Maker Advent im Museum

Am Sonntag Vormittag wurde es im Stadt- und Bergbaumuseum kreativ. Beim Maker Advent bastelten Familien unter Anleitung von Stefanie Karg Armschmuck. Überall glänzten Perlen, Bänder und kleine Anhänger, Kinder präsentierten stolz ihre Armbänder. Das Angebot gehört zum Programm der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 und schafft Raum fürs Selbermachen. An den nächsten Adventssonntagen geht es weiter mit Freiberger Blenden und kleinen Spielen zum Mitnehmen.

Zwölf Meter Stollen für den Tierpark

Auf dem Obermarkt stand am Nachmittag der Riesenstollen im Mittelpunkt. Mitglieder der Historischen Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft trugen den zwölf Meter langen Rosinen-Butter Stollen auf einem Brett durch die Menge. Gebacken hatte ihn die Bäckerei Illgen aus Großschirma, zusammengesetzt aus zweiundzwanzig Teilen und rund siebzig Kilogramm schwer. Bürgermeister Martin Seltmann und Silberstadt Königin Laura schnitten den Stollen mit einem eigens angefertigten Messer an. Die Scheiben wurden verkauft, der Erlös geht auf Wunsch der Bäckerei an den Tierpark Freiberg.

Adventsklänge im Silbermann Haus

Der verkaufsoffene Sonntag machte die Altstadt zum Bummelparadies. Viele nutzten die Gelegenheit, Geschenke zu besorgen und über den Christmarkt zu schlendern. Wer mit einem Kassenzettel aus der Altstadt kam, erhielt an der Silberstadt Baude einen Kinderpunsch oder Glühwein gratis.

Einen stilleren Abschluss bot das Silbermann Haus mit dem musikalischen Maker Advent. Täglich außer montags lädt die Gottfried Silbermann Gesellschaft um 16 Uhr dreißig zum Mitsingen ein. Eine Viertelstunde lang erklingen Klassiker und Neuentdeckungen der Adventslieder, begleitet von Spinett, Orgelmodell und anderen Instrumenten. Man sitzt beisammen, singt, atmet durch und tritt wieder hinaus auf den Christmarkt, ein wenig ruhiger und erfüllt.

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