Vom Stammtisch ins Harrasstadion

Ehrenamt 1. Sächsischer Weißbierverein feiert 20-jähriges Bestehen in Frankenberg

Altenhain. 

Altenhain. Einst saßen sechs Männer beisammen und tranken Bier - Weißbier, um genau zu sein, ein Getränk, das zu jener Zeit in hiesigen Breiten noch recht unbekannt war. Schnell wurde mehr daraus. Das erste, das zweite und das dritte Weißbierfest wurde mit großem Zuspruch gefeiert und am 9.9.99 der 1. Sächsische Weißbierverein gegründet. "Dass wir sogar das Sächsische Wappen verwenden dürfen, bedurfte nur eines Telefonats nach Dresden", erinnert sich Lutz Raschke, Gründungsmitglied und seither Vorsitzender des Vereins, der damals 54 Mitglieder zählte. Heute sind es noch gut zwei Dutzend.

Verein gestaltet Dorfleben mit

Zu deren Aktivitäten gehörte aber bald mehr, als das gesellige Beisammensein beim Weißbierstammtisch, den es noch heute gibt, oder bei den jährlichen Ausfahrten. Man beteiligte sich an zahlreichen Aktivitäten im Dorf und darüber hinaus. Es wurde ein Skat- und Rommé-Turnier ins Leben gerufen und das Altenhainer Dorffest mit anderen Vereinen organisiert.

Morgen fällt der Startschuss für Weißbiermeile

Vor 14 Jahren schließlich war beim 12. Dorf- und Vereinsfest in Altenhain die Geburtsstunde des Laufs rund um den Harrasfelsen, der 9999 Meter langen Weißbiermeile. Neben der sportlichen Herausforderung auch immer ein besonderes Gaudi, weil neben den schnellsten auch die am lustigsten kostümierten Teilnehmer prämiert werden. Während das Dorffest 2008 zum letzten Mal gefeiert wurde, gibt es die Weißbiermeile noch heute, zum 13. Mal inzwischen auch die kleine Runde für die Zwerge unter den Läufern. Am 31. August fällt der Startschuss für die beiden Meilen im Harrasstadion.

Versammlung am Patenschafts-Baum

Das 20-jährige Vereinsjubiläum wird (logisch) am 9.9. auf der großen Bühne der Landesgartenschau gefeiert. Ritter Harras wird kommen, der den Verein von der Gründung an begleitete. Sein Auftritt ist ab 16 Uhr geplant. Außerdem spielt das Universal Druckluft Orchester, also der Solitär unter den tragischen Alleinunterhaltern. "Die Vereinsmitglieder werden sich auch an ihrem Patenschafts-Baum versammeln und außerdem wird es an diesem Tag einen ganz speziellen Bierdeckel geben", verrät Lutz Raschke.