• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Von den Strumpfwirkern zur Einkaufsmeile

Historie Geschäfte kamen erst später

Nicht nur am Wochenende, wenn es im Esche-Museum "Zeitsprung" heißt und besonders die Geschichte der Industrialisierung im Mittelpunkt steht, kann man viel über die Historie der Stadt erfahren. Aus Chroniken weiß man, wie es beispielsweise mit der Besiedlung der Helenenstraße begann: "Durch die Entstehung der Strumpfwirkerei und dem damit verbundenen Wandel vom kleinen, zerteilten Bauerndorf zur größeren Industriesiedlung im 18. Jahrhundert kamen auch immer mehr Handwerker mit ihren Familien in die Stadt", weiß Christian Kirchner. Der Stadtarchivar kann belegen, dass es 1750 die ersten Häuser am Helenenberg gab, welcher noch 1816 "Dorf Helenenberg" genannt wurde: "Es wohnen hier viele Seidenweber, welche ganz- und halbseidene Strumpfwaren fertigen", kann man bei August Schumann nachlesen. Die Helenenstraße war nicht zuletzt auch Durchgangsstraße nach Oberfrohna, was durchaus ein Grund ist, weshalb sich immer mehr Geschäfte ansiedelten. Der Johannisplatz folgte erst später, nachdem weitere Teiche trocken gelegt wurden. Die angrenzende Bachstraße verweist bis heute auf den einst sumpfigen Untergrund. Der Platz hat über die Jahrzehnte mehrfach bauliche Änderungen erfahren, sein heutiges Aussehen geht auch auf mehrere Abrissmaßnahmen nach der Wende zurück. Die ersten Häuser am Johannisplatz gehen auf den Nadelfabrikanten Lindner zurück. Unweit davon erinnert bis heute die Esche-Fabrik, in der sich mittlerweile das Museum befindet, an die Historie.