Von der Rückkehr der Industrie in die Städte

WIRTSCHAFT Diskussion um eine städtische Industrie an der Hochschule Mittweida

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Hochschule Mittweida, Zentrum für Medien und Soziale Arbeit (ZMS). Foto: Helmut Hammer/Hochschule Mittweida

Mittweida. Wie eine aktuelle IHK-Studie zeigt, verbinden viele Sachsen mit industrieller Produktion das Bild von rauchenden Schornsteinen und lauten Werkshallen. Doch durch die Digitalisierung und moderne Produktionsprozesse sind viele Industriezweige mittlerweile leise und emissionsarm. Dieser Wandel förderte die Diskussion um eine Rückkehr der Industrie in die Stadt. Auch an der Hochschule Mittweida wurde am 1. Februar das Thema unter dem Schlagwort "Urban Production" im Rahmen einer Ideenwerkstatt diskutiert.

Gesprächsrunden zeigen: Rückkehr der Industrie hat Potential

Zu der Veranstaltung lud das Institut für Nachhaltigkeits- und Immobilienmanagement an der Hochschule Mittweida in Kooperation mit der StrategieWerkstatt: Industrie der ZUKUNFT und den sächsischen IHKs ein. Nachdem vier einführende Vorträge erste Impulse aus der Wissenschaft und der Praxis zum Thema gaben, gingen die Teilnehmer in zwei themenspezifische Gesprächsrunden. In diesen zeigte sich, dass die Rückkehr der Industrie in die Stadt viel Potential hat, jedoch auch einige Rahmenbedingungen erfüllt werden müssten.

So ist es für viele Unternehmen derzeit noch günstiger auf der "grünen Wiese" einen Firmensitz neu zu bauen, anstelle der Sanierung bestehender Gebäude. Unterstützen die Städte jedoch die Firmen bei der Ansiedlung, seien Synergieeffekte, wie der Zuzug von Fachkräften, zu erwarten. Konzepte, wie das Co-Living, könnten zudem die Innovationskraft in einer Region fördern.