Von der Schüleridee zum Rundweg: Welterbe-Wanderweg in Halsbrücke offiziell eröffnet

Feierlicher Auftakt in Halsbrücke

Halsbrücke

Die offizielle Einweihung des neuen Welterbe Wanderweges in Halsbrücke hatte am Donnerstagmorgen Vertreter der Gemeinde, der Sparkasse Mittelsachsen und des Welterbevereins Montanregion Erzgebirge e.V. und der Presse zusammengeführt, um den Abschluss eines Projektes zu würdigen, das vor vier Jahren in einer Schulprojektarbeit begonnen hatte. Der Verhinderungsvertreter des Bürgermeisters Ralph Gerlach betonte, dass maßgeblichen Anteil an der Umsetzung des Projektes Andreas Beger, Bürgermeister i.R. hat.

Ein Weg mit besonderer Geschichte

Die Idee für diesen Rundweg stammte von Katharina Jurk, die damals als Schülerin des Freiberger Geschwister Scholl Gymnasiums ein erstes Konzept ausgearbeitet hatte. Da sie studienbedingt nicht teilnehmen konnte, begleiteten ihre Mutter und ihre Großmutter die Veranstaltung an ihrer Stelle. Besonders berührend war die Anwesenheit von Brigitte Gößel, der Großmutter von Katharina Jurk, die über viele Jahre als Ortschronistin wirkte und dadurch eine besondere Nähe zu den historischen Inhalten des Wanderweges hatte. Ihre Anwesenheit erinnerte daran, wie eng persönliche Leidenschaft und regionales Erbe in diesem Projekt zusammengefunden hatten.

Gemeinsamer Beitrag für das Welterbe

Der Rundweg verbindet elf Stationen, an denen Besucherinnen und Besucher Spuren des Hüttenwesens, der Bergbaugeschichte und der historischen Wasserwirtschaft entdecken können. Informationstafeln erklären anschaulich Objekte wie die Altväterbrücke oder die Historische Erzwäsche. Die Gemeinde hat die Gestaltung und Aufstellung der Tafeln realisiert, unterstützt durch Mittel der Sparkasse Mittelsachsen und des Welterbevereins. Beide Partner hatten jeweils dreitausenddreihundert Euro aus ihren Fonds bereitgestellt.

Scheckübergabe und Ausblick

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die symbolische Scheckübergabe. Sie bildete den sichtbaren Abschluss einer Zusammenarbeit, in der regionale Verbundenheit und ehrenamtlicher Einsatz eine wichtige Rolle gespielt hatten. Steve Ittershagen würdigte in seinen Worten die Bedeutung des neuen Weges, der es nun ermögliche, die vielen Zeugnisse der Montanregion zu Fuß zu erleben.

Mit dem anschließenden gemeinsamen Gang zur ersten Station endete eine Feierstunde, die zeigte, wie aus einer Schüleridee ein Projekt mit nachhaltigem Wert entstanden war.