Von Goldwäscherei und Mineralien-Experten

Schau Tauschtag für Mineralien und Fossilien in Mühlau

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Jörg Häntzschel in der Linde von Mühlau. Foto: Uwe Schönberner

Mühlau/Mittelsachsen. Dass Mineralien und Fossilien sammeln kein langweiliges Hobby ist, wurde einmal mehr beim 9. Tauschtag für Mineralien und Fossilien im Mühlauer Landgasthof "Linde" deutlich: "Wir hatten so viele Besucher wie bisher noch nie", freute sich nicht nur Karla Schönfeld vom organisierenden Kulturverein Linde aus Mühlau. Speziell am Vormittag war der Zuspruch für die Aussteller enorm. "Erstmals waren diesmal auch viele Schülerinnen und Schüler hier", konstatierte ein zufriedener Michael Schönfeld, Chef des Kulturvereines.

Mineralien aus der ganzen Welt

Neben zahlreichen internationalen Mineralien, beispielsweise aus Namibia, Norwegen, vom Ural oder aus Tschechien waren auch zahlreiche Steine aus der unmittelbaren Region zu bewundern. So aus Markersdorf/Claußnitz Baryt, aus Seifersbach Quarz und aus Kriebethal Turmalin. Besonders interessiert waren die Besucher auch an Goldwäscher Jörg Häntzschel, der unter den Mineralien-Experten als "der Bräunsdorfer" bekannt ist, da der heute in Limbach lebende Häntzschel aus Bräunsdorf stammt. "Man muss nicht tausende Kilometer fahren, um Gold waschen zu können. Das Gold liegt sozusagen vor der Haustür", sagte der Goldwäscher.

Zwar gehört eine gewisse Grundausrüstung mit Waschpfannen, Siebe, Goldwaschrinne und Goldstaubpumpe - bei Häntzschel Marke Eigenbau - dazu, doch auch in Sachsen ist das Hobby schwer auf dem Vormarsch. Es ist ja auch ne schöne Sache: frische Luft, Natur, Bewegung und viel Ruhe sind Faktoren, die dem Körper einfach gut tun. In den sechs Jahren, die der Limbacher im Goldrausch ist, hat er zwar lediglich 21 Gramm Gold gewaschen, aber reich wird damit eh kaum jemand. Auf jeden Fall hat das Hobby einen Suchtfaktor.