Von Lutherbrunnen bis Berggottesdienst

Vorschau Reformationsjahr im Freiberger Dom

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Trutzig blickt Luther von seinem Brunnen am Dom herab. Seiner Leistung wird in diesem Jahr auf vielfältige Weise gedacht. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Das Jahr 2017 wird geprägt sein durch das Jubiläum eines bedeutsamen Ereignisses, welches die Welt in ihren Grundfesten erschütterte und bis heute nachwirkt. Am 31. Oktober vor 500 Jahren schlug Martin Luther in Wittenberg seine Thesen an die Kirchentür und machte damit den Anfang für eine Reformation der Kirche. Auch in Freiberg wird dieses Jubiläum in den Mittelpunkt gerückt. Die Domgemeinde etwa hat am 1. Januar die 480. Wiederkehr des ersten reformatorischen Abendmahls im albertinischen Sachsen, der dazumal im Dom St. Marien stattfand, begangen.

Wenige Tage später, beim Neujahrsempfang des Oberbürgermeisters, erhielt Pfarrer Urs Ebenauer stellvertretend einen Betrag von 1.800 Euro aus der Kronkorken-Aktion des Freiberger Brauhauses, der für die Verschönerung des Luther-Brunnens genutzt werden soll. Doch ist das alles nur ein Anfang, denn 500 Jahre Reformation finden noch bei zahlreichen anderen Gelegenheiten ihren Widerhall.

Im März und April etwa steht eine Veranstaltungsreihe während der Fastenzeit unter der Überschrift "Reformation und Ökumene". Verschiedene Vorträge und Diskussionen gehen von unterschiedlichen Ausgangspunkten auf das Thema zu. Am 5. April spricht dazu sogar der evangelische Landesbischof Carsten Rentzing. Superintendent Christoph Noth führt am 6. Mai im Rahmen der Reihe "Dom und Klang" unter dem Motto "Dem Volk aufs Maul geschaut" durch das Gotteshaus und die Abendmusik am 8. Juni wird ein Gedenkkonzert zum Jubiläum.

Auch der traditionelle Berggottesdienst der Knappschaften zum Bergstadtfest am 25. Juni steht ganz im Zeichen der Reformation. "Luther als Bergmannssohn" wird die Predigt von Pfarrer Urs Ebenauer thematisieren. Höhepunkt ist am 31. Oktober um 10 Uhr ein Festgottesdienst.