Von Pellets zu Orangen: Wie ein Hainichener Betrieb Italien ins Herz der Stadt holt

Von der Sonne geküsst: Italiens chemiefreie Früchte bei Naturbrennstoffe Kretschmann. Hinter dem Projekt steht Maurizio Zavaglia, der Bio-Landwirtschaft mit sozialem Engagement verbindet und Benachteiligten neue Chancen gibt.

Hainichen

Frische Orangen, Clementinen und Mandarinen, Olivenöl und andere Produkte direkt aus Süditalien: Am Samstag macht erstmals der Verkaufsstand der italienischen Cooperativa Nelson Mandela in Hainichen Station.

Von 9 bis 12 Uhr werden auf dem Gelände der Firma Naturbrennstoffe Kretschmann OHG in der Friedrich-Gottlob-Keller-Siedlung 27a neben Zitrusfrüchten auch Olivenöl und weitere italienische Produkte angeboten.

Direkt vom Bauern – nachhaltig und chemiefrei

Das Besondere an den Früchten: Sie stammen direkt aus Süditalien, sind frei von Chemikalien und können samt Schale weiterverarbeitet werden – etwa für Marmeladen, Kuchen oder Tees. Damit setzt die Cooperativa konsequent auf Nachhaltigkeit und natürliche Landwirtschaft.

Im Gegensatz zu vielen anderen Anbietern erfolgt kein Versand per Paket. Stattdessen wird die Ware per Lkw an den zentralen Standort der Genossenschaft in Großdobritz bei Meißen geliefert. Von dort aus fahren Mitglieder täglich Verkaufsorte in ganz Sachsen an – nun auch regelmäßig Hainichen.

Soziales Engagement mit Vorbildcharakter

Hinter dem Projekt steht Maurizio Zavaglia, Präsident der Cooperativa Nelson Mandela. Der charismatische Italiener verbindet ökologisches Handeln mit sozialer Verantwortung. In der Genossenschaft erhalten Flüchtlinge, junge Arbeitslose sowie ehemalige Strafgefangene die Chance, durch Arbeit wieder Teil der Gesellschaft zu werden.

Am Samstag wird Maurizio Zavaglia persönlich in Hainichen vor Ort sein.

Kooperation mit Naturbrennstoffe Kretschmann

Thomas Kretschmann, Gründer der Hainichener Firma Naturbrennstoffe Kretschmann OHG, freut sich über die Zusammenarbeit:

„Das Konzept der Nachhaltigkeit und der sozialen Verantwortung passt unglaublich gut zu dem, was auch für uns wichtig ist. Deshalb freuen wir uns sehr, dass der Verkaufsstand ab sofort jeden zweiten Samstag in Hainichen Station machen wird.“

Die Firma vertreibt seit 2003 Brennstoffe und Tier-Einstreu aus nachwachsenden Rohstoffen und engagiert sich zudem mit Hilfstransporten in die Ukraine.

Auf die Cooperativa wurde Kretschmann durch eine Kundin aufmerksam. „In den letzten Monaten wurden wir immer wieder gefragt, ob wir nicht hin und wieder Bauern aus Südeuropa eine Plattform bieten könnten, ihre Bioprodukte anzubieten. Es gibt viele solcher Projekte und wir haben uns am Ende für die Cooperativa Nelson Mandela entschieden“, erklärt er.

Testphase bis zum „Großen Angrillen“

Das Projekt in Hainichen startet zunächst testweise im Zwei-Wochen-Rhythmus. Der dritte Verkaufstermin fällt auf das „Große Angrillen“ am 28. März.

„Bis dahin wollen wir testen, wie die Resonanz ist und wie sich der Verkaufsstand am besten präsentieren kann“, sagt Kretschmann.

Die Verkaufsfläche stellt der Unternehmer kostenlos zur Verfügung – mit einem Augenzwinkern: „Vielleicht fällt ja am Ende für mein Team und mich das eine oder andere Früchtchen ab.“

Der Verkaufsstand befindet sich am Lager der gleichzeitig geöffneten Firma Naturbrennstoffe Kretschmann in der Friedrich-Gottlob-Keller-Siedlung 27a in Hainichen.

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