Von Storch in Mittweida: kein Wahlrecht für Migranten

Bundestagswahl AfD-Wahlkampfveranstaltung

Links im Bild die Gegendemonstranten mit Herzluftballons. Foto: Ralph Koehler/propicture

Mittweida. Gestern Nachmittag gab es eine Bundestagswahlkampfveranstaltung der AfD auf dem Marktplatz in Mittweida. Europaabgeordneter Beatrice von Storch unterstützte mit ihrem Auftritt den mittelsächsischen Direktkandidaten Heiko Hessenkampfer. Er ist Professor für für Glas- und Emailtechnik an der TU Bergakademie Freiberg.

Die Rede von Beatrice von Storch

Die EU-Politik der Berliner Regierung führe in eine Abschaffung der Nation, des "Volkes", so von Storch auf ihrer Rede in Mittweida. "Sie wollen eine muslimische Masseneinwanderung, das wollen wir nicht. [...] Sie sind für ein Wahlrecht für Migranten, das ist wahrscheinlich der größte Skandal, den es gibt."

Migranten hätten, so von Storch, weder das volle Anrecht auf das gesamtgesellschaftliche Vermögen Deutschlands, noch das Recht, politische Vertreter zu bestimmen. Kritik an der EU- und der Einwanderungspolitik der Bundesregierung blieb der bestimmende Kern ihrer Rede.

Mit Herzluftballons gegen die AfD

Auf dem Marktplatz von Mittweida (Mittelsachsen) kamen rund 100 Zuhörer. Eine kleine Gegendemonstration von rund 20 Studenten mit bunten herzförmigen Luftballons stellte sich ebenfalls auf den Markt. Die Veranstaltung dauerte rund zwei Stunden. Laut Polizei blieb bis auf einige verbale Auseinandersetzungen alles friedlich.