Vorbereitung auf Saison

Vorgestellt Bob-Weltmeister Francesco Friedrich

Sie nennen ihn Franz. Weil es einfacher ist. Francesco Friedrich ist ein sympathischer junger Mann mit athletischem Körper, einem jungenhaften Lächeln im Gesicht und einem Händedruck vom Feinsten. Der Zweierbob-Weltmeister von 2014 und 2015 steckt mitten in der heißen Phase der Vorbereitungen auf die am 23. November in Altenberg startende Weltcup-Saison. Schon am jetzigen Wochenende muss er sich bei den Deutschen Meisterschaften seinen Konkurrenten im Eiskanal stellen. Vorher war er noch kurz in Siebenlehn und stellte sich den Fragen der Presse. Das Training laufe derzeit gut, erfährt man dabei von dem 1990 in Pirna geborenen Ausnahmeathleten. Beim Viererbob gäbe es noch eine kleine Baustelle, aber das wird noch.

"Wir kommen erst seit wenigen Wochen zum richtigen Training in der Rinne", so Friedrich. "Von April an sind wir nur in Hallen mit Anschubwagen auf kurzer Schienenstrecke zugange, trainieren Athletik." Im Sommer ist es nicht möglich die Rennbahnen in Betrieb zu nehmen. Auch an anderen Stellen sieht Francesco Friedrich Probleme, macht sich seine Gedanken. "Dieser Sport ist unglaublich kostenintensiv", sagt er. "Da stellt sich die Frage immer wieder, ob es ihn in der weiteren Zukunft noch lange geben wird." Selbst bei Olympiaden werde jedes Mal diskutiert, ob es sich noch lohne, eine Bobbahn zu bauen. Noch geht es immer im Sinne des Sports aus. Aber wie lange noch?

Friedrich ist einer der wenigen echten Stars im Bob, hat eine stetig wachsende Fangemeinde, doch nehme mittlerweile die Zahl der Aktiven, besonders der weiblichen, weiter ab. Es müsse noch mehr für die Popularität der Frauen und Männer in den langen und kurzen "Zigarren" getan werden, damit dieser spannende Sport auch weiterhin eine Zukunft hat.