Vortragsreihe lockt 500 Zuhörer an

Schlossgeschichte Zukunft steht auf der Kippe

Waldenburg. 

Zur Veranstaltungsreihe "100 Jahre Residenzschloss" in Waldenburg gehörten in diesem Jahr insgesamt acht Vorträge. Sie drehten sich um die Baugeschichte und den Alltag im ersten Haus der Töpferstadt. Organisationschefin Sylvana Schwarzenberger hat in einer Auswertung ein positives Fazit gezogen. "Wir konnten zu den Referaten insgesamt 500 Besucher begrüßen. Dabei handelte es sich um viele Stammgäste, die keinen einzigen Vortrag verpasst haben", resümiert Schwarzenberger. Erfreulich sei, dass sich auch viele Einwohner aus dem südlichen Teil des Landkreises Zwickau mittlerweile für das Residenzschloss interessieren. Die Zukunft der Vortragsreihe steht aber (noch) in den Sternen. "Es gibt Anfragen und Angebote von Referenten. Wir müssen aber klären, ob wir wieder die Zeit für die Organisation einer Veranstaltungsreihe finden", sagt Schwarzenberger.

Zu den Leuten, die über ein ungeheures Wissen und wichtige Unterlagen über die Familie der Schönburger besitzen, gehört Historiker Dr. Arnd-Rüdiger Grimmer. Der 72-Jährige stammt aus Waldenburg und zog 1954 nach Berlin. Der Kontakt in seine Heimat hat Grimmer aber stets gehalten. Er war erst in der vergangenen Woche wieder in der Töpferstadt zu Besuch und präsentierte den Vortrag "Wer kennt schon die Frauen - die Fürstinnen von Schönburg-Waldenburg". Dabei rückte Grimmer insgesamt sechs Damen, die zwischen dem 18. und 20. Jahrhundert im Schloss residierten, in den Mittelpunkt. "Die Frauen standen im Schatten ihrer Männer. Sie dürfen aber nicht nur eine Fußnote einnehmen", sagte Grimmer, der mit Bildern, Zeichnungen und Zitaten der einstigen Fürstinnen für einen abwechslungsreichen Vortrag gesorgt hat. Der 72-jährige Historiker steht auf jeden Fall für weitere Referate in Waldenburg zur Verfügung. "Ich komme immer wieder gern in meine Heimatstadt", berichtete der Experte.