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Sachsen

Wahl ändert Kräfteverhältnisse

Politik Kommunale Räte wurden kräftig durcheinandergewirbelt

Neue Besen kehren gut - Dieses Sprichwort haben sich die Wähler im zwischen Glauchau, Hohenstein-Ernstthal und Limbach-Oberfrohna offenbar zu Herzen genommen. Denn in den Stadt- und Gemeinderäten könnte demnächst aufgrund neuer Gesichter durchaus ein frischer Wind wehen. In Glauchau machte sich bei den Freien Wählern bezahlt, dass sie etliche junge Kandidaten ins Rennen geschickt hatten. Vier statt bisher zwei Sitze im 26-köpfigen Stadtrat haben sie nun erobert. In Oberlungwitz holte Thomas Hetzel als Politneuling, der als Parteiloser auf der Liste der FDP antrat, beachtliche 400 Stimmen. Sein Ziel ist es, Sprachrohr der Oberlungwitzer im Rat zu sein. "Wichtig ist hierbei aber auch, dass die Einwohner von Oberlungwitz diese Chance nutzen und ich mit Ihnen und Sie mit mir und den anderen Stadträten ins Gespräch kommen", betont der 30-Jährige, der sich deshalb Neuerungen wie eine Bürgersprechstunde oder einen Unternehmerstammtisch vorstellen könnte. In der Nachbarstadt Hohenstein-Ernstthal schaffte es die neue Wählervereinigung "Pro Hot" bei ihrer Premiere, die drittmeisten Stimmen einzusammeln. Sie stellt künftig drei Stadträte. In Limbach-Oberfrohna mischen die Kommunalwahlen den Stadtrat völlig neu. In Zukunft werden die Freien Wähler, die bislang überhaupt nicht vertreten waren, mit sechs Sitzen präsent sein. Die FDP und die SPD verloren dagegen deutlich. In Lichtenstein sind die Freien Wähler nun ebenfalls stärkste Kraft und können mit der SPD nun eine Mehrheit bilden, nachdem sie bisher die Opposition stellten. Bis ein amtliches Endergebnis der Kreistagswahl vorliegt, wird es noch einige Zeit dauern. Denn bei der Wahl ist einiges schief gelaufen. In einigen Wahlkreisen wurden die falschen Wahlzettel verteilt, was zunächst unbemerkt blieb. Nach bisherigen Erkenntnissen waren rund 2.000 Wähler betroffen, die nun neu wählen müssen.