Wanderausstellung zu frühen Konzentrationslagern in Sachsen

Ausstellung Biografien geben Einblicke in Lebenswege

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Eingang zum Zellentrakt im einstigen KZ Sachsenburg. Eine Gedenkstätte steht noch aus. Foto: Ulli Schubert

Flöha. Noch bis zum 27. November ist im Foyer des Samuel-von-Pufendorf-Gymnasiums in der Turnerstraße 16 in Flöha die Wanderausstellung "Frühe Konzentrationslager in Sachsen 1933-1937" zu sehen.

Geschichte der frühen Konzentrationslager

Die Ausstellung der Stiftung Sächsische Gedenkstätten dokumentiert die Geschichte der frühen Konzentrationslager, die wenige Wochen nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 eingerichtet wurden. Allein in Sachsen entstanden bis zum Sommer 1933 mehr als 20 dieser meist provisorischen Haftstätten, darunter in Flöha-Plaue und in Leubsdorf.

Die Wanderausstellung beleuchtet die politischen Rahmenbedingungen der Lagereinrichtungen und den Umgang mit diesen Orten von 1945 bis heute. Sie basiert auf teils zuvor unveröffentlichten Fotografien, zeitgenössischen Dokumenten und Zeitzeugenberichten.

Biografien geben Einblick in Lebenswege

Anhand von Biografien ehemaliger Gefangener werden die Funktionen der Lager, die Haftbedingungen und der unterschiedliche politische oder religiöse Hintergrund der Insassen deutlich.

Die Biografien von Angehörigen des Wach- beziehungsweise Führungspersonals zeigen Lebenswege der Täter, von denen nicht wenige später in Konzentrationslagern wie Dachau, Buchenwald oder Majdanek ihre Karriere fortsetzten.

Anmeldungen telefonisch möglich

Als das am längsten bestehende frühe KZ zählt das im heutigen Frankenberger Ortsteil Sachsenburg, das bis 1937 bestand. Die Schule bittet bei Interesse an einem Besuch um eine telefonische Anmeldung unter der Telefonnummer: 03726/58160.